
Das Interessanteste am neuen iPhone ist, dass Apple beim Preis und beim zugehörigen Tarif eine komplette Kehrtwende vollführt.
Apple senkt den Preis für das iPhone von 399 auf 199 Dollar für das 8-GByte-Modell. Daher ist davon auszugehen, dass Netzbetreiber an Apple eine Subvention zahlen müssen, die bei 200 bis 300 Dollar liegen dürfte.
Den Schaden haben die Käufer, zumindest in den USA: Die Datenflatrate bei AT&T verteuert sich von 20 auf 30 Dollar pro Monat. Da der iPhone-Vertrag 24 Monate läuft, zahlen Kunden künftig 240 Dollar mehr. 199 plus 240, das macht 439 Dollar.
Apple hat also den Preis beim iPhone 2 erhöht und kassiert vorab. Beim ersten iPhone war Apple noch an den (je nach Kunde schwankenden) Tarifeinnahmen beteiligt. AT&T zahlt erstmal drauf und verdient erst im zweiten Vertragsjahr. Dafür dürfen die Kunden per UMTS surfen statt wie bisher mit dem langsameren EDGE.
Und was bedeutet das für den deutschen Markt? Wer sich von Apples Einstieg ins Handy-Geschäft ein Ende der Subventionen und günstigere Tarife erhofft hatte, wird enttäuscht. Und günstiger wird das mobile Surfen auch nicht. Gut, Kult-Gadgets haben ihren Preis. Aber das iPhone 2 dürfte er am Ende für eine ganze Branche zu teuer werden. (uba)

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