RSS|Ein kurzer Abschiedsgruß. Ich mache mich jetzt auf zum Flughafen, um ins winterliche München zurückzukehren. Der Abschied ist aber nicht von Dauer, denn schon im Februar findet in Barcelona die 3GSM World statt. Da gibt´s dann (Achtung, es folgt eine durch keinerlei Tatsachen belegte Spekulation) noch mehr neue Nseries-Han dys zu sehen. Auf der Nokia World hat der Marktführer es meines Erachtens geschafft, eine Vision zu vermitteln - und die hat weniger mit coolen Geräten zu tun als vielmehr mit dem mobilen Internet.
Am Anfang steht die E-Mail. Und die bringt Nokia weltweit auf die eigenen Handys. Das sind immerhin 300 Millionen pro Jahr. Vielen Nutzern in Entwicklungsländern werden so erste Schritte zur Vernetzung per Internet ermöglicht - ohne Computer. Get connected - der Nokia-Slogan bekommt eine neue Bedeutung. Jetzt heißt es: Wir bringen die Welt online. Nicht aus reiner Gutherzigkeit natürlich, denn Nokia sieht auch enormes Marktpotenzial in den netz-losen Ländern.
Dasselbe gilt für ortsbezogene Dienste: Nokia bastelt an sozialen Netzwerken, die uns online und offline verbinden sollen. Hier ist die Konkurrenz groß, nicht nur von Google. Aber um in Zukunft erfolgreich zu sein, muss Nokia die sozialen Netzwerke erobern. Man darf gespannt sein, wie weit die Finnen bis zum Februar mit dieser Strategie gekommen sind.
So, Abflug. Ich melde mich in Kürze wieder aus München - mit dem Xonio-Podcast zum N97. Bis dahin alles Gute und vielen Dank fürs Feedback. (uba)
Tags: nokia
3. Dezember 2008 um 15:56 Uhr
Merci für die ausführliche Berichterstattung. An ein paar Stellen bin ich zwar (physikalisch bedingt) anderer Meinung ;), dennoch vielen Dank für die Postings, das hat sich sehr interessant angehört
4. Dezember 2008 um 08:10 Uhr
Danke schön. Physikalisch bedingt? Mit der Andeutung bin ich überfordert…
4. Dezember 2008 um 13:51 Uhr
Dann deute ich mal mehr an
Es wurde geschrieben, die integrierte Kamera würde bei 5 Megapixeln stehen bleiben. Das impliziert, zumindest in meinem Verständnis, dass die Kamera mehr Megapixel haben muss, um “besser” zu sein. Das ist eine weit verbreitete Fehlannahme. Beim Sichtbaren Licht gibt es relativ früh Beugungseffekte, die kleinen Flächen der Sensoren führt zu rauschen etc. Da sagt das Marketing “mehr ist besser”, die Physik sagt “im ceteris-paribus Fall ist so eine allgemeine Aussage falsch”.
4. Dezember 2008 um 14:05 Uhr
Hallo,
um die doppelte Auflösung zu bekommen, braucht man die vierfache Pixel-Zahl. Statt 5 MP wären das dann 20 MP. Vorher spielt die verwendete Optik und einiges mehr eine Rolle.
Meine persönliche Erfahrung zeigt, daß man auch mit einfachen 2MP Kameras nette Bbilder machen kann, wenn das Licht gut ist (am besten Tageslicht) und das Objekt sich möglichst nicht bewegt.
Zwischem Drücken des Auslösers und dem Stattfinden der Aufnahme liegt bei Digitalkameras eine gewisse Zeit, je besser die Kamera, desto kürzer. Das erfordet einiges an Rechenleistung und das braucht Strom (Akkukapazität)
Gruss aus dem winterlichen Odenwald:-)
5. Dezember 2008 um 13:36 Uhr
Vielleicht bringe ich mal in ein gewisses Pfälzer Waldhaus ein kleines, aber sehr anschauliches Experiment mit, womit man die Grenzen der Optik ganz gut erkennen kann. Ist eine Frage, ob ich die Teile mitnehmen darf, die sind nämlich sch… teuer.