Werbung auf dem Handy etabliert?

16.05.07
Permalink 07:09:10, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 683 Wörter   German (DE)

Persönliche Werbebotschaften auf dem Handy sorgen für größere Akzeptanz. Wie bitte?

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Das Handy hat sich in den verschiedenen Marketingstrategien als wichtiger dritter Bildschirm nach TV und PC beim Verbraucher etabliert, erklärt der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. "Mobile" seit bereits seit zwei Jahren auf dem Vormarsch und aus den Kampagnen der großen Konsumgüterhersteller nicht mehr wegzudenken. "Die Spezialagenturen konnten sich im vergangenen Jahr über einen sehr guten Auftragseingang freuen. Wir erwarten, dass sich diese Dynamik mit dem Aufkommen der echten Flatrates noch verstärken wird."

Doch ein schlechtes Gewissen scheint die Branche dabei noch zu haben.
Denn gerade im Bereich Werbung sei es wichtig, die Bedürfnisse des Verbrauchers zu berücksichtigen und diesen nicht zu belästigen - und damit eine gegenläufige Tendenz zum Fernsehen zu schaffen. Sehr richtig.

Deshalb wollte eco von befragten Fachleuten aus den Bereichen Telekommunikation, Internet und Fernsehen wissen, wie es um die Akzeptanz der Verbraucher bestellt ist. 63 Prozent glauben, dass diesbezüglich 2007 und 2008 ein Sinneswandel stattfindet und Verbraucher Werbung auf dem Handy akzeptieren werden. 31 Prozent gehen davon aus, dass dies nicht der Fall sein wird.

"Die noch im vergangenen Jahr vorherrschende Meinung, dass Verbraucher auf dem persönlichsten ihrer Besitztümer keine Werbung akzeptieren, ist heute gar kein Thema mehr", so eco. "Nicht zuletzt durch die mobilen Strategien von Yahoo! GO und Google geht es nicht mehr darum, ob Werbung auf dem Handy akzeptabel ist, sondern vielmehr, wie der Kunde am besten zu erreichen ist." Dabei sei es ganz entscheidend, von der herkömmlichen Zielgruppenanalyse abzuweichen und verstärkt auf das persönliche Profil des Nutzers einzugehen. Der Benutzer dürfe auf dem mobilen Endgerät nicht mit Informationen, die ihn gar nicht interessieren, überfrachtet werden.

Es müsse die größtmögliche Sorgfalt auf ein erträgliches Maß und die Zielgenauigkeit gelegt werden. Den befragten Experten zu Folge stehen trotzdem noch immer bewährte Methoden wie SMS oder MMS an der Spitze. In einer Benotung von 1-6 setzten 33 Prozent der Befragten diese Möglichkeit, Werbebotschaften an den Verbraucher zu bringen, auf Platz eins. "Es ist immer öfter zu beobachten, dass gerade junge Menschen kein Problem mehr damit haben, Werbekurznachrichten gesendet zu bekommen - wenn ihnen das im Gegenzug auch konkrete Vorteile wie die Reduzierung ihrer Rechnung oder die Gutschrift von Frei-SMS einbringt. An solchen Geschäftsmodellen wird in der Branche fieberhaft gearbeitet", kommentiert Dr. Bettina Horster von eco die Entwicklung.

Ganz neu in der Diskussion steht das so genannte Mobile Advertisement, das bisher noch an zu hohen Kommunikationskosten leidet.

Ja. Manchmal sind hohe Kosten doch zu etwas gut :-)

Beim eco-Verband herrscht Einigkeit, dass dieses Modell in Deutschland daher zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber sehr großes Potenzial aufweist. Im Werbedetusch klingt das so: "Über Mobile Advertisement ist die gezielte und teilweise personalisierte Ansprache des Kunden sehr gut zu realisieren, ohne dass er durch unerwünschte gepushte Nachrichten gestört wird."

Alles klar?

Während die Anbieter gute Fortschritte machen, fehle es zurzeit allerdings noch an Experten, die Werbeinteressierte begleiten und an der nötigen Organisation der Marketingprogramme. Im Rahmen der Studie wurden die Branchenexperten auch darüber befragt, welcher Form aus dem Bereich Mobile Advertisement sie die größten Zukunftsperspektiven einräumen. Klar an der Spitze stehen hierbei die Banner und Sponsored Links, die mit 28 Prozent auf Rang eins rangierten. Mit deutlichem Abstand folgen die Einblendungen bei Video- oder Music-Downloads (13 Prozent). In-Game-Advertisment (sieben Prozent) und Produkt-Platzierungen in Kurzfilmen (sechs Prozent) spielen momentan noch eine eher untergeordnete Rolle. "Das kann sich aber schon bald ändern."

Die Nutzer benötigen bei allen neuen Erscheinungsformen eine Eingewöhnungszeit, die zwei bis drei Jahre dauern kann. Bessere Werte ergeben sich schon jetzt für Cross-Marketing-Maßnahmen, die aber von Kunden eher als interessante empfunden werden.
Ein Beispiel: Ein Nutzer lädt einen Musiktitel auf sein Handy und bekommt im Anschluss sofort das Angebot für den Kauf einer Eintrittskarte für das nächste Konzert der Gruppe angeboten.

Solange das dem Kunden eher nutzt, meinetwegen. Aber ein klammes Gefühl bleibt schon.
Na das kann ja noch heiter werden :-)

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Sven Scheich [Besucher]
Das wird eklig, eine Spamflut rollt auf uns zu.

Beispiel: Ein neuer debitel-Vertrag aus dem Mediamarkt.

In den Tagen nach der Aktivierung

126 Anrufe eines Callcenters (gezählt), ob ich nicht Jamba haben will. Nach dem ca. 20sten mal habe ich das Handy auf lautlos geschaltet.

Dazu 5,6 SMS für irgeneine Flirtgeschichte. (1,99€ pro Rück SMS...)
und zwei Spam-SMS von einem Abzockunternehmen (für Dich wurden Nachrichten hinterlegt, rufe 0900.....)


Danke, debitel!!!
Permalink 16.05.07 @ 11:50
Kommentar von: Henning Gajek [Mitglied] · http://blog.xonio.com/gajeks_welt/
Hallo,

Debitel war früher an Jamba beteiligt, von daher unschön, aber nachvollziehbar. Deutlich klar sagen, daß man das nicht will und notfalls einen Brief an Axel Rückert (Vorstand Debitel) schreiben.

Die SPAM SMS können dadurch kommen, daß Spammer einfach Nummern durchprobieren. Die sollte man schlicht ignorieren oder anhand der Absendernummer oder der Mehrwertnummer wohin die SMS hinsoll beim technischen Dienstleister beschweren, die setzen einen dann auf eine Sperrliste. Wer welche Kurzwahl-Nummern hat, findest Du meist unter http://www.t-mobile.de/premiumsms

Permalink 16.05.07 @ 18:00
Kommentar von: Schorsch [Besucher]
Hi

Naja Hr Rückert brauch mal diesbezüglich nicht anschreiben... Sven, es reicht, wenn Du freundlich per E-Mail an debitel schreibst, dass Du keine Werbung mehr wünscht. Kundenbetreuung@de.debitel.com , dauert ca. 2-4 Tage

Deine Kundendaten werden innerhalb von debitel's dann für Werbemassnahmen auf einer Blacklist notiert, so dass nix mehr kommt.

126 Anrufe vom CallCenter...? Wow.. an einem Tag oder innerhalb von 24 Monaten Laufzeit...? In der Regel ist das ganz und garnicht normal...

Grüße
Schorsch
Permalink 16.05.07 @ 18:48
Kommentar von: Sven Scheich [Besucher]
126 innerhalb einer Werkwoche.


Komisch, daß die SMS-Abzocker meine Hauptnummern bisher nicht durchprobiert haben.

ich schcike gewiss keine "Bitte-bleibenlassen-Mails" an debitel sondern erkläre das Unternehmen für mich als erledigt. Die Karte wandert nun doch in die Schublade - danke aber fürs Handy. Ich hol mir was seriöseres für den vorgesehenen Zweck. VF Combi Comfort oder O2-Genion-Card S. Mal sehen was als Angebot kommt.
Permalink 18.05.07 @ 10:42

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