Seit Wochen hört man vom Streik der Telekom. Doch ist der Streik wirklich spürbar?
Es ist das Gesetz des eigenen Erlebens und Eindrucks. Um den "Telekom Vorteil" nutzen zu können, den "gemeinsame" Kunden von T-Com (künftig T-Home) und T-Mobile, die einen Optionstarif im Festnetz und einen Relax-Tarif im Mobilfunk gebucht haben, nutzen zu können, muß man sich auf einer bestimmten Homepage oder an einer speziellen Hotline melden.
Die spezielle Homepage funktioniert nur bedingt, daß es IT-Probleme bei "T" gibt, ist nicht neu, liegt m.E. am rigiden Sparkurs. Die auf der Homepage genannte Sonderhotline (0800...) klingelt, aber da hebt keiner ab, auch kein Sprachdialog-System (IVR). Vermutlich macht das längst ein externes Fremd-Call-Center oder es war noch nicht geschaltet. Wer weiß.
Also die T-Com "1000" Hotline angerufen. Nach dem lästigen Dialog-Spiel mit dem IVR (Interactive Voice Response) sofort ! eine freundliche Hotlinerin an der Strippe gehabt, die alle Kundendaten auf dem Schirm hatte und freundlich und kompetent Auskunft gab.
Der Telekom-Vorteil werde von T-Mobile verwaltet, da sie keinen Zugriff auf die T-Mobile-Kundendaten habe. Man möchte am D1-Handy die 2202 anrufen, aus dem Festnetz ist eine 01803-Nummer zu wählen (warum keine 0800 ?)
Gesagt getan, der T-Mobile Hotliner war auch sofort dran, ja dafür gebe es eine eigene Hotline, er leite gleich mal weiter und... der nächste Hotliner war schon dank CTI informiert, hatte die Daten vor sich und trug alles ein. Ab der nächsten Rechnung gibts nun 50 Euro auf 2 Jahre verteilt (der Kunde hat Calltime XXL und Relax 50), ein anderer Runde bekommt 100 Euro auf 2 Jahre verteilt, der hat Call&Surf Comfort und Relax 50XL.
Man möchte vermuten, daß sich de Streik gar nicht auswirkt. Wäre das wirklich so, wäre es für ver.di wirklich fatal. Ein Grund mehr für ver.di sich mit der Telekom in Ruhe und ohne Schlachtengetümmel zu einigen. Vielleicht haben Finanzvorstand Eick und ver.di Verhandlungsführer Schröder den "Vatertag" genutzt, um "unter Männern", diese leidige Geschichte beizulegen.
Andernfalls steht zu befürchten,daß die Deutsche Telekom bei einem Börsenkurs von 10-11 Euro von fremden Investoren "aufgekauft" wird. Die werden bestimmt nicht lange fackeln, sondern den Laden zerlegen.
Ein Kaufkandidat ist die russische Sistema, die gerüchteweise vom ehemaligen Telekom Chef Ron Sommer beraten werden soll. Wird dann in alle Teleongespräche künftig ein freundliches "Na strowje" eingebelendet?
P.S. Merken Sie was vom Streik? Oder sind Sie als Mitarbeiter betroffen? Berichten Sie uns.
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Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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