Alle Welt pokert. Lizensierte Spielbanken stellen Pokertische auf, Veranstalter mieten Säle. Was hat das mit dem Handy zu tun?
Da flattert uns eine Pressemitteilung auf den Tisch, die wir gerade wegklicken wollen: Eine 3D-Pokerplattform hat eine exklusive Vereinbarung mit einer Agentur für "In-Game-Advertising" getroffen. In-was?
Die Idee ist ziemlich simpel: Sie spielen auf dem Handy (oder dem PC) und oft stellen diese Spiele eine Art Realität dar, etwa ein Autorennen und da gibt es bekanntlich (Banden)-Werbung. Die Idee: Wir packen "echte" Werbung ins Spiel mit rein und verdienen damit auch noch Geld.
Bei dem 3D-Poker-Spiel sollen die wichtigsten Flächen innerhalb der 3D-Pokerumgebung nun als gut sichtbare Werbefläche in der Form von virtuellen Postern und Logos dienen.
Die Zahlen sind beeindruckend. Von den insgesamt 500.000 Pokerspielern jenes Spieleanbieters werden täglich bis zu 50.000 Spieler in Kontakt mit den eingefügten Werbebotschaften kommen, sagt die Pressemitteilung.
Spiele können von 15- und 30-sekündigen Werbeclips zwischen den einzelnen Pokerspielen unterbrochen sein, aber die Agentur achtet aber darauf, dass kein Spieler zu stark derselben Werbung ausgesetzt ist.
Die Werbenachrichten lassen sich einfach auf den neuesten Stand bringen, um veränderte Produkt- oder Werbebotschaften während einer Kampagne widerzuspiegeln. Kurios: Spieler, die an realen Geldspielen und Pokerturnieren teilnehmen, kommen mit Werbung nicht in Berührung.
Kleiner Tipp: Gegen ein gepflegtes Spiel hat niemand etwas, nur gewinnen... tun immer die "andern". Und wer sein Geld beim Pokern los wird, kann sein Handy nicht mehr aufladen.

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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