Das beste HSDPA-Netz hat.... T-Mobile

26.05.07
Permalink 16:49:48, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 692 Wörter   German (DE)

Das beste HSDPA-Netz in Deutschland hat .... T-Mobile. Das hat das renommierte Testhaus P3 im Auftrag einer Stuttgarter Mobilfunkzeitschrift herausgefunden.

[Mehr:]

Der „Marktführer" biete derzeit das schnellste und stabilste HSDPA-Netz in Deutschland, loben die Tester das Netz des Bonner Netzbetreibers, und dehnen dieses Lob auch auf die EDGE-Versorgung im ländlichen Raum aus.

Die Tester nahmen die Leistungsfähigkeit der breitbandigen Mobilfunknetze in der Bundesrepublik gründlich unter die Lupe: „Wer auf größte Geschwindigkeit bei maximaler Flächendeckung Wert legt, sollte bei T-Mobile unterschreiben“. 93 von 100 Punkte gingen an T-Mobile, Vodafone bekam 91 Punkte, auf Platz drei landete o2, weil E-Plus sich an das Thema HSDPA derzeit noch nicht herantraut.

HSDPA ist eine Weiterentwicklung von UMTS, was im Handydisplay zumeist als "3G" zu erkennen ist. Ob ein Sender auch HSDPA kann, merken Sie erst an der Download-Geschwindigkeit. Nach eigenen Aussagen bietet T-Mobile überall da HSDPA an, wo sie auch UMTS haben. Prima.

Aber:

Wenn ich mit zwei UMTS-Handys unterwegs bin, in einem eine SIM-Karte mit "T-Mobile" im Display und im anderen eine Karte von Vodafone D2, dann habe ich bei den "Roten" hier im Südwesten fast immer "3G" im Display, bei T-Mobile an vielen Orten jedoch nicht.

Während ich diesen Blog tippe, könnte ich mit Vodafone mit 1,8 MB (brutto) und dem Nokia N95 mal eben ein Update für meinen Windows XP Rechner runterladen (geht einwandfrei 20 MB in 16 Minuten) mit T-Mobile habe ich EGDE mit rund 100 kB im Download. Für Nicht-Techniker: EDGE ist ein beschleunigtes GPRS mit einem komplexeren Datenübertragungsalgorithmus.

Fahre ich in die Tiefen des Odenwalds, komme ich bei Hirschhorn an einer Sendestation von Vodafone D2 vorbei, die seit fast einer Woche ausgefallen ist (inzwischen soll sich das schon bis zur Hotline herumgesprochen haben, die aber noch nicht herausgefunden hat, wann der Fehler beseitigt werden wird) von UMTS ist in der Idylle keine Rede (bei D1 auch nicht). Da machen sich die 100 kB bei EDGE von D1 sehr positiv bemerkbar.

Vodafone soll - dem Vernehmen nach - in seinem Netz, auch EDGE eingeführt haben, aber wo genau es schon läuft, erfährt man nicht, es sei, so heißt es geheimnisvoll, nur als "Abrundung" der UMTS-Ausbau-Gebiete gedacht.

Die Tester von P3 haben bei T-Mobile eine im Durchschnitt erreichte Datenübertragungsrate von deutlich mehr als 1,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) die Nase gemessen.

T-Mobile vermeldet auch den auch Spitzenreiter bei der Verbindungsstabilität (99,83 Prozent) und den Aufbauzeiten für die Datenverbindungen (3,5 Sekunden). Darüber hinaus stellt T-Mobile den Kunden laut Testergebnis die beste Breitbandversorgung in ländlichen Regionen zur Verfügung. Der Grund dafür ist die weit fortgeschrittene Ausstattung des Netzes mit der EDGE-Technik. (siehe oben)

Aber auch bei D1 gibts EDGE noch nicht bundesweit. Speziell in den "neuen Ländern" (Vorwahl 03...) wird der EGDE-Ausbau noch eine Weile dauern, war zu hören, die dort stehende "mittelalte" Technik läßt sich nicht so einfach umrüsten. Im "Westen", wurde Uralt-GSM-Technik von Lucent, Alcatel und anderen durch neueste Technik von Ericsson ersetzt, für die EGDE mittels Software-Update quasi ein "Abfall-Produkt" ist.

„Die herausragende Qualität unseres Mobilfunknetzes ist ein maßgeblicher Kundenvorteil, mit der sich T-Mobile von seinen Wettbewerbern deutlich abhebt", so Günther Ottendorfer; Geschäftsführer Technik bei T-Mobile Deutschland. „Wir werden unseren strategischen Ansatz weiterhin konsequent verfolgen, eine leistungsstarke Plattform für das mobile Telefonieren und die mobile Datenkommunikation in Breitbandqualität bereitzustellen.“

Soweit die Pressemitteilung. Nun noch schnell in die einschlägigen Nutzerforen geschaut, wo immer mehr Nutzer sich über wacklige Sprachübertragung und Verbindungsabbrüche bei T-Mobile wundern. Nicht immer ist das Netz schuld, genauso gut kann es auch das neue Handy eines renommierten Anbieters sein. Stichprobenartige Nachfragen ergaben, daß in einem Fall, das Netz einen nachvollziehbaren Fehler hatte, Handovers zwischen 3G und 2G sind kritisch und von 2G nach 3G ist ziemlich heikel, abhängig vom eigenen Endgerät. (Neueste Technik? Neueste geprüfte Software?)

Für den Nutzer sieht das natürlich zunächst mal so aus, als ob sein Lieblingsnetz "Schuld" wäre.

Eins ist klar: Netzausbau und Netzqualität gibts nicht zum Nulltarif. Wer beim Netzausbau spart, dem laufen früher oder später die Kunden weg.

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Werner Töppler [Besucher]
Genau,ohne ein gutes Netz läuft langfristig nichts.
Permalink 26.05.07 @ 20:52

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