Wer schon einmal neben einer Handy-Sendestation ("Node B") gestanden ist, kann sich das gut vorstellen: Handysender brauchen Strom und der kostet viel Geld. Sparen ist angesagt.
Der Netzbetreiber Vodafone modernisiert jetzt sein Mobilfunknetz und spart damit Strom und verringert den CO² Ausstoß. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen das mehr als 108 Millionen kWh "weniger" werden, das ist soviel wie 30.000 Vier-Personen Haushalte in Deutschland verbrauchen.
Das macht Sinn. Erstens wird die Umwelt geschont (Vodafone hat ausgerechnet, daß dadurch
der CO² Ausstoß um mehr als 70.000 Tonnen reduziert werden kann) und zweitens ist das "nachhaltig" (auf die Zukunft gerichtet) und drittens schont es den Geldbeutel der Mobilfunker, weil deren Kunden auf dem geizigen Spartrip sind.
Statistisch gesehen, wird jeder sechste Standort wird im Laufe des Jahres 2007 modernisiert. Die warme Luft in den Basisstationen wird nicht mehr aufwendig heruntergekühlt, sondern einfach nach außen abgeführt.
Netzteile, die aktuell nicht benötigt werden, werden optimiert und wo immer möglich, abgeschaltet, ähnlich der Standby-Schaltung beim heimischen Fernsehgerät.
Der Strom kommt vom Himmel. In Würzburg wurde als Pilotversuch eine Photo-Voltaik-Anlage zur Stromerzeugung in Betrieb genommen. Der "überflüssige" Strom kann in Akkus gespeichert werden, damit auch nachts telefoniert werden kann.
Branchen-Insider berichten, daß Vodafone in Ballungsgebieten zur Nachtzeit Sender ausschaltet, um Energie zu sparen. Durch raffinierte Umschaltungen übernehmen benachbarte Stationen die Versorgung der Gebiete. Wenn das zuverlässig funktioniert und keine alten Funklöcher neu aufreißt, warum auch nicht?
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Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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