Kleine subjektive Testfahrt mit T-Mobile

09.06.07
Permalink 13:20:04, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 485 Wörter   German (DE)

Die Netzqualität der vier Mobilfunknetze in Deutschland ist immer wieder ein Thema. Bei teuren Testlabors, aber auch bei ganz normalen Nutzern. Und jeder erlebt was anderes.

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Zugegeben im Auto bin ich ziemlich altmodisch. Da arbeitet ein steinaltes Nokia 2110i, das kann GSM 900 (nicht mal E-GSM) und von so neumodischen Dingen wie WAP, GPRS, AMR oder UMTS hat es noch nie gehört. Dafür hat es ein riesengroßes Display und ist während der Fahrt in seinem Car-Kit bedienbar, ohne groß abgelenkt zu sein. Außerdem ist das Telefon mit einer Magnetfuß Antenne verbunden, die für 900 und 1800 MHz geeignet ist.

Nokia 2110i

Gestern bin ich mal kreuz und quer durch Rheinland-Pfalz gefahren. In Gegenden, wo mobiles Telefonieren bislang eher die Ausnahme und wenn dann ein Abenteuer war.

Die Fahrtroute von Bad Dürkheim über Leistadt - Weisenheim/Berg - Bobenheim/Berg nach Kleinkarlbach und hoch nach Neuleiningen. Schon dieser Teil der Route hat es in sich. Sie verläuft am Rande des Rheintals mit extremen Reichweiten, d.h. das Handy sieht u.U. viel zu viele Sender, wenn da was nicht richtig abgestimmt ist, wirds haklig.
Bei bisherigen Fahrten sind die Verbindungen da gerne mal gerissen, weil die Handover nicht klappten. Diesmal hat es geklappt, zwar mit zeitweise grusliger Sprachqualität (verzerrt), aber es hielt. Weiter über Neuleiningen , Tiefenthal, Hettenleidelheim nach Eisenberg und unterbrechungsfrei über Bennhausen, Dannenfels auf den Donnersberg, wo es in Bastenhaus (ein Hochpass) mit einem Dreiton abbrach. Ein Versuch, das Gespräch frisch aufzubauen scheiterte. Möglicherweise habe ich hier eine LAC oder HLR-Grenze überschritten, nach dem dritten Versuch gings weiter, von Bastenhaus nach Rockenhausen-Marienthal, Rußmühlerhof, Gerbach bis Gaugrehweiler , unterbrechungsfrei.

In ein bis zwei Wochen werde ich die gleiche Tour mal mit Vodofone ausprobieren, wieder mit dem Nokia 2110i. Mal schauen.

Für die E-Plus Fans:

Mit dem GSM1800-Modell PT 11NF, das ich auch mit einer E-Plus-Karte dabei auf dem Sitz liegen hatte, dürfte die Fahrt nicht so reibunglos verlaufen, aber auch das teste ich gerne mal mit Außenantenne. Der Test ist aber dann unfair, weil E-Plus ja inzwischen auch E-GSM900 Stationen aufgebaut hat, die das PT11NF natürlich nicht finden kann.

Nun sagt eine subjektive Testfahrt nicht viel aus, weil so ein Netz ist ein komplexes Ding.

Soviel aber steht fest: Es hat sich in den letzten Jahren einiges im Netzausbau getan und das ist gut so. Es gibt immer noch Lücken, wo noch ein Sender gut täte oder wo ein Handover oder ein Downtilt (Neigung der Antenne) gerichtet werden könnte.

Und man entdeckt wunderschöne Regionen, weit ab der touristischen Trampelpfade, wo man jetzt hinfahren kann, ohne von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.

Das hat doch auch was.

Sicher man könnte mal ein paar Tage ohne Telefone oder e-mail auskommen? Wirklich? In unserer heutigen Zeit? Bei nomadischen Jobs wie sie heute immer mehr vorkommen, gar nicht so einfach.

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Mobilfunk Spezialist Handy
Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.

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