Steigt T-Mobile bei Happy Digits aus?

18.07.07
Permalink 08:10:51, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 140 Wörter   German (DE)

Es sind die Dinge die man nebenbei und ganz zufällig erfährt. Für Telefonate mit T-Mobile gibts offenbar keine Happy Digits Punkte mehr.

[Mehr:]

Viele haben sie im Geldbeutel, die Punktekarten von Payback oder Happy Digits oder was es da sonst noch gibt. Mancher glaubte zunächst, daß Happy Digits eine Erfindung der Telekom sei, Punkte gibts auch bei Kaisers-Tengelmann und vielen andern. Bei T-Mobile sammelt man seit dem 1. Juli 2007 keine Digits mehr für die Verbindungsentgelte, der T-Mobile Rufnummern. Dafür gibts ab sofort noch mehr ExtraDigits für Vertragsabschlüsse oder Vertragsverlängerungen.

Aha. Wachstum um jeden Preis oder wie? Aber die Nutzung ist unwichtig? Kundenzufriedenheit ein Fremdwort?

Oder steht Happy Digits dem Rabatts-System Xtra Bonus im Weg?
Oder sollen die erworbenen Punkte nicht mehr im Supermarkt oder Sportgeschäft genutzt werden können?

Fragen über Fragen.

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Werner [Besucher]
Punkte sammeln bringt langfristig keine Kundenzufriedenheit.
Wichtig ist das der Kunde rundum zufrieden ist mit Preis und Leistung(Kundenservice).
Langjährige Kunden werden von allen Mobilfunkanbietern
vernachlässigt. Meistens ist es preiswerter einen neuen Vertrag abzuschließen,als den alten zu verlängern. Treue Kunden sind halt die Dummen!
Wie lange noch können sich das die Unternehmen leisten?
Permalink 18.07.07 @ 15:53
Kommentar von: Roman [Besucher]
Was T-Mobile da macht, ist ja eigentlich nicht ungewöhnlich. Das es nervend ist, wenn das Nutzen des Handys weniger gefördert wird als das abschließen eines neuen Handyvertrages, mag ich gar nicht zu bezweifeln.

Aber, es ist durchaus üblich. Sieht man sich das o2 Bonusprogramm an, dann sieht es ähnlich aus. Man erhält 1 Punkt pro 1-Euro-Umsatz VOR Steuer. Eine richtig reizvolle Prämie ist beispielsweise ein Toshiba Beamer. Der kostet 75000 Punkte.

Nehmen wir an, jemand telefoniert für 19 cent, also rund 16 cent vor Steuern pro Minute. Derjenige müsste dann 468750 Minuten telefonieren, um an den Beamer zu kommen. Das sind 325,5 Tage - durchgehend.

So kommt man nicht an den Beamer. Aber wie sonst? Auch mit Megabytes wird man nicht glücklich. Versemmelt man bei Surf@home 0,15 Euro pro MByte, muss man stolze 595000 MByte durchs UMTS Netz schieben, bevor man den Beamer hat.

Aber es gibt eine Lösung: man wirbt Neukunden an. Da fliegen direkt tausende von Punkte Richtung Punktekonto... Ist das sinnvoll? Nicht wirklich, aber solange es in Deutschland nur 10 SIM Karten pro Einwohner gibt, ist das alles kein Problem...
Permalink 19.07.07 @ 20:28

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Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.

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