Die Konstanz-Falle

22.09.07
Permalink 07:26:30, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 318 Wörter   German (DE)

Konstanz am Bodensee ist eine Reise wert. Am Bodensee (englisch Lake Constance) gelegen, mit der Schnellfähre von Meersburg aus oder zu Lande über die Autobahn A81 Stuttgart-Singen zu erreichen.

Geht man in der Konstanzer Innenstadt bummeln, kann im Kaufhaus das Handy klingeln, soll ja vorkommen. Man hebt ab und ... zahlt.

[Mehr:]

Wie das?

Nun, Konstanz liegt unmittelbar an der Schweizer Grenze und wo deutsche Netze abdeckungsmäßig versagen, helfen die schweizer Kollegen gerne "automatisch" aus. Das kostet den deutschen Kunden Geld, weil die Weiterleitung ans ausländische Netz ja die eigene Mobilfunkgesellschaft Geld kostet, bislang wurde das mit satten Aufschlägen weiterbrechnet.

Immerhin hat die EU bei maximal 29 Cent pro Minute (inkl. Steuern) die Meßlatte angelegt, aber mir wäre auf die Schnelle kein Anbieter bekannt, der diese Summe wirklich merkbar unterschreitet.

Konstanz kann auch Basel, Weil am Rhein, Bregenz oder Romanshorn oder sonst ein Ort in Grenznähe sein sein. Schon lange kämpft eine Initiative der Euroregio für spezielle Grenzgänger-Angebote, worin spezielle Roaming-Angebote für diese Bevölkerungsgruppe enthalten sind, die u.U. mehrfach am Tag das Netz oder das Land wechseln. Technisch nicht ganz trivial, aber machbar, sei es über Inklusivminuten oder einen speziell Tarif, wo im "fremden Netz" ankommende Gespräche wenig oder gar nichts kosten.

Welche Lösungen gibt es? Man kann in Grenznähe die automatische Netzwahl ausschalten. Der Nachteil ist die mangelnde Erreichbarkeit, wenn man das "eigene" Netz nicht mehr empfangen kann. Eine andere Möglichkeit ist das Mitschleppen mehrerer Handys, in jedem eine lokale Prepaid-Karte (in unserem Fall z.B. eine Schweizer NATEL Easy, Sunrise Pronto oder Orange Prepay).

Oder verwenden Sie eine spezielle "Roaming-SIM" etwa von United-Mobile, Globalsim oder aus dem Baltikum? Mehr beim nächsten Mal.

Bis dahin die Frage an die Leser: Wie machen Sie das im Urlaub? Tief durchatmen und die Roamingkosten akzeptieren oder verwenden Sie spezielle Roaming-Angebote oder lokale ausländische Karten?

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Podie [Besucher]
Häh, wo ist jetzt genau das Problem? Man schalte das manuelle Roaming ab wie es jeder Bodenseebewohner macht den ich kenne, und gut ist.

Aber dann ist man lt. Artikel nicht mehr erreichbar wenn man das eigene Netz nicht mehr hat. War aber nicht gerade das doch erreichbar sein der Aufhänger für den Artikel? Warum sollte man wenn man an einer Grenze wohnt kostenlos roamen können? Ich finde in meiner Heimatstadt (zwar keine Grenze in der Nähe aber trotzdem) sollte auch das Roaming zu Vodafone DE kostenlos sein, die haben einfach das bessere Netz und zwei Netze dabei zu haben ist einfach besser.
Permalink 22.09.07 @ 08:29
Kommentar von: MoeMoe [Besucher]
Wieso sollten Menschen in Grenzregionen mit schlechter Heimnetzversorgung anders behandelt werden, als welche in Deutschland-Mitte mit dem selben Problem?

Henning, in letzter Zeit schwächeln Deine Blogeinträge etwas.

Viele Grüße,
MoeMoe
Permalink 22.09.07 @ 10:24
Kommentar von: Jörg Abdinghoff [Besucher]
Auch ich halte diese "Grenzgänger-Angebote" für überflüssig. Wie mein Vorschreiber schon angedeutet hat: Warum sollen Grenzbewohner bevorzugt werden? Automatische Netzwahl abschalten und gut ist. Warum soll ein Konstanzer Kaufhausbesucher ohne deutsches Netz kostenlos erreichbar sein (via Roaming), wenn ein Berliner Kaufhausbesucher ebenfalls keinen Netzempfang hat (und der keine Möglichkeit hat, auf ein Fremdnetz auszuweichen)? Halte ich für ungerecht und daher lehne ich eine solche Regelung ab.
Und generell ists wohl kein Beinbruch, wenn ich im UG eines Kaufhauses mal keinen Empfang habe. Wenn genau dann ein Anruf reinkommen sollte, geht die Mailbox ran, und wenn keine Mailbox eingeschaltet ist, wird sich der Anrufer sicherlich nochmal melden (wenns wichtig war).
Im Urlaub nehme ich übrigens meine Original-SIM-Karte mit, schalte vorher RUL ab und benutze das Handy nur im äußersten Notfall.

Grüße,
Jörg
Permalink 22.09.07 @ 11:01
Kommentar von: Thomas [Besucher]
Aachen und Umgebung ist auch so eine gefährliche Zone ;-)
Permalink 22.09.07 @ 12:21
Kommentar von: Gilly [Besucher] · http://blog.gilly.ws
Also meine Erfahrungen aus Hotlinezeiten bei o2 zeigen, dass sehr viele wegen des D1 Roamings auf automatische Netzwahl eingestellte Handys haben. Die wenigsten denke in der der Nähe einer Grenze daran, dass sich das Handy dort in ein ausländisches Netz einbuchen könnte. Hier wären vielleicht mal die Netzbetreiber gefragt, LBS ist schließlich kein Geheimnis, so ließe sich also feststellen wo der Kunde ist und ob es Sinn macht, ihn sich ins ausländische Netz einbuchen zu lassen.
Permalink 22.09.07 @ 15:53
Kommentar von: Roman [Besucher]
Bei meiner Orangeclick Karte gibt es exakt eine solche Option: die Cross Boarder Option. Damit kosten eingehende Gespräche in den Nachbarländern nur noch 29 Rappen/min.

Sicherlich wäre es besser, wenn die Sache kostenlos wäre. Für mich stellt sich aber eine ganz andere Frage: wieso gibt es bei den "normalen" Prepaidkarten in Deutschland, die vistream Reseller ausgenommen, keine solchen Optionen?

Btw: das in Konstanz der EU Tarif gilt, ist pures Glück. Die Schweiz gehört nicht zur EU. Das kann Folgen haben, siehe das "so so günstige" Fonic...
Permalink 22.09.07 @ 18:18
Kommentar von: DETlef Heese [Besucher]
Alles ganz einfach: Meine Freundin arbeit in Gronau, direkt an die niederländischen Grenze. In unsere Duo-o2-Rechnung ist mir dann aufgefallen, dass drei Gespräche ankommend via NL abegrechnet worden sind.

EMPFEHLUNG für o2-ler: Durch ein GSM-Codes einfach ANKOMMENDE Gespräche bei ROAMING Sprerren:

*351*SPERRKENWORT# und abheben. für aktivieren.
#351* für deaktivieren.

Ich habe diesen Code ins Telefonbuch eingetragen. So kann man in Ausland gewollt das "Durchstellen" der Anrufe einstellen.

Vorteil diese Methode: Automatische Netzwahl für die täglichen o2 Betrieb zum D1-Roaming bleibt erhalten. Und ungewollt können keine kosten entstehen. Beim abgehenden Telefonieren im Grenzbereich, kann man ja eben auf den angezeigten Netzbetreiber gucken.


Von der "ANDERE NETZ PRIORISIERUNG" wandert das o2 Handy im Grenzgebiet sowieso erst nachdem kein D1 mehr da ist ins Fremdnetz.

Seit dieser Einstellung mit dem GMS-Code haben wir keine Kosten mehr gehabt.

Steht alles in die WILLKOMMEN-Dokument unter http://www.o2online.de/nw/support/downloads/dokumente/allgemein/index.html
Permalink 23.09.07 @ 06:25
Kommentar von: Henning Gajek [Mitglied] · http://blog.xonio.com/gajeks_welt/
Hallo,

die Menge der Kommentare zeigt mir, daß das Thema gar nicht so "schwach" ist, wie von einem Kommentator vermutet :-)

Ärgerlich ist, wenn das eigene Netz verschwindet (kann ja vorkommen), dann aber ein ausländisches Netz das Funkloch des deutschen Netzes "ausgleicht".

Mir klingt das stellenweise so, ich habe Lehrgeld bezahlt und weiß es jetzt, die andern sollen auch Lehrgeld bezahlen...

Wer im tiefsten Landesinernn wohnt und in Grenznähe sein Gerät am besten gleich ausschaltet oder ins Ausland niemals mitnimmt, kann solche Probleme schwer nachvollziehen.

Dann gibts noch Leute, die erreichbar sein wollen, die Kosten sind dabei eher sekundär.

Permalink 23.09.07 @ 10:45
Kommentar von: Hightower2004 [Besucher]
Die einfachste Möglichkeit wäre, wenn das Mobiltelefon bei der Anrufsignalisierung anzeigen würde, dass es sich nicht im Heimatnetz befindet.

Ein weite Möglichkeit wäre, dass ankommende Roaminganrufe automatisch abgewiesen werden. Mein Siemens S65 bietet unter Sicherheit/Netzsperre die Funktion "Roaming kommend" an. Allerdings benötigt man dann das Netzpasswort, welches ich nicht kenne.
Permalink 27.09.07 @ 19:50

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