Vielleicht können Sie die DSL-Werbung auf Plakatwänden oder in Zeitungen oder im Fernsehen schon nicht mehr hören, denn vielleicht wohnen Sie in einer DSL-freien Zone?
Ericsson startet jetzt die drahtlosen Breitbandversorgung, tief in der Provinz mit UMTS (WCDMA) und schnellster HSPA-Datenübertragung.
Dazu hat der Hersteller Ericsson eine Initiative zur Versorgung ländlicher Gebiete mit WCDMA/HSPA-Breitbandtechnologie gestartet... in Indien. Das Gramjyoti Rural Broadband Project wird erstmals ländlichen Gemeinden den schnellen Zugang zum Internet ermöglichen. Seit Anfang September wurde mit der Versorgung von 18 Dörfern und 15 Städten in der Nähe von Chennai im Staat Tamil Nadu begonnen.
Aufgebaut wird ein UMTS-Netz mit WCDMA/HSPA-Technik. Unter HSPA versteht man die Kombination von HSDPA (schneller Download) und HSUPA (schneller Upload) Die Gemeinden werden mit Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugängen versorgt, was den Bewohnern eine Menge bringt.
Die Initiative will zeigen, wie die WCDMA/HSPA-Technologie in dieser Entwicklungsregion zum Katalysator für sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg werden kann. Der "digitale Graben" soll geschlossen werden, Lebensqualität und Produktivität sollen steigen.
Warum kann man das eigentlich nicht auch hierzulande machen? Statt der elfundachzigsten Discountmarke für 15, 14, 13 oder 10 Cent lieber einen massiven flächendeckenden UMTS-Ausbau und dann den Internetzugang samt Flatrate für monatliche 30-40 Euro anbieten. Das müßte sich doch rechnen, denn schließlich ist die Kaufkraft hierzulande deutlich höher, als in den sogenannten Schwellenländern.
Verkehrte Welt.

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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