30.09.07
Permalink 09:00:34, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 367 Wörter   German (DE)

Telefonieren für einen guten Zweck

Die Zahl der Kinder, die in Deutschland in Armut leben, wächst kontinuierlich: 2,6 Millionen Jungen und Mädchen benötigen dringend finanzielle Hilfe. Wieviele davon durch überhöhte Handy-Tarife dort hineingeraten sind, wissen wir nicht, aber das Problem ist ernster als es mancher glauben mag.

[Mehr:]

Da ist eine gute Idee, wenn Deutschlands größter Serviceprovider debitel sich im Rahmen des Programms „Lichtpunkte“ für diese Kinder engagiert: Gemeinsam mit Weltklasseschwimmerin
Britta Steffen und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) startet das Stuttgarter Unternehmen eine Spendenaktion gegen Kinderarmut und verzichtet ab sofort bis Jahresende auf einen Cent Erlös für jede Gesprächsminute und spendet die Gesamtsumme am Ende des Jahres an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.

Deren Programm „Lichtpunkte“ setzt sich gegen Ausgrenzung und für Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ein. Für die debitel-Kunden bedeutet die Aktion keinerlei Mehrkosten. Sie unterstützen diese, indem sie einfach über ihren debitel-Tarif telefonieren – am besten so viel wie möglich. Wer dabei angerufen wird, ist egal, es können Freunde, Bekannte, Verwandte sein, man muß als keine sündhaftteueren Mehrwert(?) Nummern anwählen.

Kunden, die zusätzlich helfen möchten, können zu ihrem jeweiligen Tarif den „debitel Kinder-Euro“ buchen. Dabei spenden sie automatisch über ihre Mobilfunkrechnung pro Monat zusätzlich einen Euro direkt an die DKJS.

Seit dem es die Crash-Tarife von debitel gibt, wo man ab 5 Cent pro Minute telefonieren kann, macht das richtig Spaß. Und wenn das auch noch für einen guten Zweck dient, umso mehr.

Für kostenbewußte Kinder und deren Eltern würde ich eine echte Discount-Prepaidkarte empfehlen, etwa von Debitel-Light (heute Blau.de) Simyo oder Aldi-Talk zum Beispiel.
Damit können sie günstig telefonieren und auch ohne Konkursrisiko eine e-mail abfragen oder im Internet was nachschauen.

Pseudo-Prepaid-Karten wie das Angebot der Debitel-Tochter Callmobile sind dafür weniger geeignet, da diese Karten ins Minus geraten können. Wo die E-Plus-Netzversorgung nicht ausreicht, könnten die Angebote Vodafone CallYa-Compact (nur im Internet), Smobil von Schlecker (im Netz von Vodafone) oder von Ja-Mobil/Pennymobil (im Netz von T-Mobile) interessant sein, o2-Fans werden zu Fonic (bei Lidl) greifen. Den originalen Xtra Click von T-Mobile gibts für Neukunden leider nicht mehr.

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Roman [Besucher]
Mir ist gestern in Saarbrücken folgendes passiert: eine Frau drückte mir eine Rose in die Hand und sagte, ich solle nun für die Rose etwas spenden - es sei für arme Kinder.

Was machte ich? Ich drückte ihr die Rose zurück in die Hand und ging.

Mache ich das, weil ich ein schlechter Mensch bin? Nein, mir gefallen zwei Dinge nicht: ich bekomme die Rose in die Hand gedrückt und muss etwas spenden und ich gehe davon aus, dass dieses Geld mit Sicherheit nicht bei den Kindern landen wird, sondern im Geldbeutel der Frau. Genau den zeigte sie mir nämlich als "Beweis", viele hätten schon gespendet.

Was debitel hier macht, ist jedoch eine gute Aktion. Man spendet ohne irgendwelche Einschränkungen zu erleiden und man kann davon ausgehen, dass das Geld an der richtigen Stelle landet. Man spricht immer von corporate responsibility. Ich denke, dieser Weg ist tatsächlich eine gute Möglichkeit, Verantwortung zu zeigen.

Beim "crash5-Spenden" sollte man jedoch aufpassen: telefoniert man für 5 cent in Fremdnetze, rechnet es sich für debitel noch weniger. Dann zahlen sie nur noch drauf. Somit kann man sich durch Spenden wieder einen Nachteil erkaufen, was bei den Leuten eben schlecht ankommt. Dann haben sie den günstigen Handytarif "totgespendet".

Der Hinweis auf günstige Handytarife ist auch wiederum richtig. Hier können die Leute Geld sparen. Man muss sich aber klar machen, dass es meist nicht am Handy liegt, wenn Kinder verarmen. Oft sind sie nicht nur finanziell arm dran, sondern eben auch geistig. Und dagegen hilft kein Handy, sondern nur Betreuung - und wahrscheinlich auch eine Nacherziehung der Eltern. Aber da braucht es (leider) mehr, als 1 cent pro Gesprächsminute.

Ich hoffe, das Beispiel von debitel macht bei anderen Firmen Schule. Das System ist einfach, hat für den Kunden keinerlei Nachteile und man kann Verantwortung zeigen, ohne die geheiligte Rendite zusehr anzutasten.
Permalink 30.09.07 @ 12:33

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Mobilfunk Spezialist Handy
Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.

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