Vodafone startet HSUPA mit 1,45 MB/s meldet der Ticker und gerade eben kommt eine weitere Meldung rein, T-Mobile setzt den Ausbau seines Breitbandnetzes fort, mit... HSUPA.
HSUPA steht für High Speed Upload Packet-Access, der neue Datenbeschleuniger für UMTS, beim Upload, damit steigt die Datenrate vom Nutzer zum Server im Idealfall von bis zu 384 kB/s auf bis zu 1,44 MB/s.
Hekannt ist ja schon HSDPA, der im Moment beim Download theoretische 7,2 MB erlaubt (14,4 MB Downstream sollen noch folgen). HSDPA ist bei T-Mobile (D1) nach eigenen Angaben überall da ausgebaut, wo UMTS schon geht, bei Vodafone (D2) gibt es wohl noch Stationen die UMTS mit "nur" 384 kB/s machen.
Künftig redet man nur noch von HSPA (High Speed Packet Access), darin ist HSDPA und HSUPA enthalten.
T-Mobile und Vodafone bauen jetzt weiter und kündigen heute den UMTS-deckenden Ausbau von HSUPA an. Das macht absolut Sinn. Der Fachzeitschriften-Testsieger Vodafone hat derzeit das wahrscheinlich flächendeckendere UMTS Netz, dafür hat T-Mobile gleich von Anfang an auf die höheren Geschwindigkeiten gesetzt. Wo und wann UMTS mit HSPA ausgebaut wird, ist nicht einfach herauszubekommen: Die versteckten Landkarten auf den Homepages der Netzbetreiber geben einen etwaigen Anhaltspunkt. Vermutlich sitzt die Angst vor "strahlensensiblen" Mitmenschen ziemlich tief.
Wo T-Mobile und Vodafone so fleißig ausbauen, müssen E-Plus und o2 jetzt langsam gewaltig aufpassen, daß sie nicht abgehängt werden. Zwar sind die Datenpakete bei E-Plus (mit einer Flatrate ab 25 Euro) und bei o2 (mit 5 GB für 25 Euro) deutlich günstiger als bei den "Großen", dafür gibts bei den "kleinen" wenig UMTS, kaum HSDPA (nur bei o2) und überhaupt kein EDGE (ein beschleunigtes GPRS, oft auch "2.5G" genannt.
Nicht jeder Anwender mag sich in jedem Netz eine eigene Karte gönnen, er telefoniert damit, wo er seine Kumpels günstig erreicht und wo er eine zuverlässige, möglichst flächendeckende Versorgung antrifft.
Für die Kleinen die sich gerne "reich gespart" hätten (die Shareholder wollen Rendite sehen), keine schöne Aussicht, denn ein stabiler flächendeckender und belastbarer Ausbau kostet natürlich erst einmal Geld.

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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