Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob Telefonshops jetzt unbedingt Strom anbieten müssen. Einer der ersten, die ich vorstellte, war der Mobilfunkanbieter und Service-Provider The Phonehouse.
Jetzt geht es weiter. Der Discount-Anbieter "Klarmobil" hat seine Marke "Klarstrom" gestartet. Und es dürfte nicht der Letzte bleiben.
Auf der Homepage http://www.klarmobil.de ist ein neuer Link aufgetaucht, die Kunden-Rundmail trudelte gerade eben ein. "Klarstrom" verkauft mit "billigen" Strom von "ePrimo" und ist eine 100% Tochter der RWE AG.
Ich bin bei meinen heimischen Stadtwerken bestens bedient, kenne viele Mitarbeiter persönlich und habe nicht im entferntesten die Absicht, zu wechseln. Spaßeshalber habe ich bei klarstom mal meine Postleitzahl eingetippt und mir für einen familientypischen Stromverbrauch von 3500 kWh/Jahr mal ein Angebot machen lassen. Und siehe da: Es wäre 7,29 Euro pro Jahr günstiger als mein gegenwärtiger Anbieter :-)
Whow!
Wenn ich bei einem Strom-Portal wie verivox schaue (auf das Klarmobil in seiner Mail ausdrücklich Bezug nimmt), gibts noch deutlich günstigere Anbieter als Klarstrom, in meinem Fall 565,02 Euro pro Jahr. Dieser Anbieter will dann aber Vorkasse und hat möglicherweise noch andere Risiken und Nebenwirkungen. Auf die kann ich gerne verzichten.
Was lernen wir:
Wenn künftig das Telefon klingelt, kann es der Bücherclub, ein Lotterieverkäufer, ein Call-by-Call-Anbieter oder künftig auch ein Stromverkäufer sein.
Was lernen wir auch:
Discount ist toll und erscheint auf den ersten Blick günstig, die Risiken und Nebenwirkungen kommen aber erst später. Das ist nicht nur beim Strom oder beim Handy so.

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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