Gestern Nachmittag (30.1.) gabs einen satten Stromausfall in Karlsruhe. Die ganz Stadt war für 20-90 Minuten im Dunkeln, weil aufgrund einer Überspannung ein Trafo auseinanderflog. Wie haben sich die Mobilfunknetze geschlagen?
Für mindestens 20 Minuten war in Karlsruhe der Strom weg, Straßenbahnen standen, Feuerwehren mußten Leute aus steckengebliebenen Aufzügen holen. Zu größeren Problemen kam es zum Glück nicht.
Selbst das T-Com Festnetz war kurz "weg", berichten Betroffene, bei T-Mobile fiel das Netz lokal kurz aus, kam dann aber wieder, das Netz von Vodafone zeigte bei einigen Kunden "Anruf nicht gestattet", bei anderen Kunden lief es normal weiter.
Berichte über E-Plus und o2 liegen noch nicht vor.
Beim Internet-Dienstleister 1&1, der in Karlsruhe ein riesiges Rechenzentrum betreibt, sollen einige Server kurzzeitig kontrolliert heruntergefahren worden sein.
Damit wird möglichem Datenverlust vorgebeugt, eingehende Mails werden "unterwegs" zwischengelagert, bis das betroffene Rechenzentrum wieder verfügbar ist.
Nun passieren solche Ausfälle selten, aber sie können passieren. Man sollte wissen, daß die Mobilfunknetze nur zum Teil gegen Stromausfall gesichert. Während im Festnetz die Pufferbatterien für 4 Tage halten sollen, sind die meisten Mobilfunk-Basisstationen - falls überhaupt - nur für 3-4 Stunden gepuffert.
Im Zeitalter von permanenter Preis und Kostensenkung merkt man dann recht schnell, welche Folgen das im "Ernstfall" haben kann.

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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