Wenn SIM-Karten abgemeldet werden, hört der Anrufer eine Ansage, daß die Nummer nicht vergeben ist.
Welch ein großer Irrtum! Das war einmal. Heute werden Anrufer gebeten, "später noch einmal anzurufen".
Im Festnetz bietet die T-Com ihren Kunden sogar eine Ansage an, daamit Anrufer, welche die neue Nummer noch nicht kennen, nicht verloren gehen. Das ist Kundenservice! Private (Festnetz) Anbieter kratzt das nicht, die Mobilfunker schon gar nicht.
Da muß der Kunde schon selbst aktiv werden.
Wer rechtzeitig seine Mailbox mit einer Ansage der neuen Nummer bespricht, kann dazu eine Umleitung legen, solange der "alte" Vertrag noch aktiv ist. zum wirksamen Kündigungstermin schalten die Netzbetreiber neuerdings auf eine "Vorübergehend nicht erreichbar"-Ansage um. Jede Form von Umleitungen z.B. zur Mailbox werden gelöscht, weil Umleitungen in einigen Tarifen neuerdings kostenpflichtig sein könnten, da möchte man ungeklärte Kosten vermeiden.
Legt man die gekündigte Karte nochmal ein, kann man je nach Anbieter eine Netzanzeige erspähen (kann aber abgehend nicht telefonieren) oder man bekommt die Anzeige, daß die SIM-Karte nicht registriert sei. "Bitte rufen Sie später noch einmal an."
Kundenfreundlichkeit ist was anderes. Daß manche Karte nur gekündigt wurde, weil das neue Handy mit einem neuen Vertrag wesentlich günstiger ist, als wenn man dem gleichen Kunden mit der gleichen Zahlungsmoral den alten Vertrag verlängert hätte, wollen die nach "Wachstum-Wachstum" lechzenden Marketing Strategegen ja sowieso nicht einsehen.
Daß mancher Kunde dabei ganz auf der Strecke bleiben könnte, schreckt die Damen und Herren offenbar überhaupt nicht.
Daß durch eine hilfreiche Ansage zustande gekommene Kontakte auch Einnahmen in die Kassen der Anbieter spielen könnten, ist den Verantwortlichen noch nicht gedämmert.
Früher einmal wurden kündigende Kunden ausgiebig nach ihren Motiven befragt. Das macht man heute auch noch, aber eigentlich interessieren die Motive die Damen und Herren in weit ausgelagerten Callcentern nicht wirklich. Denn dann müßte man Mittel und Wege haben, die auftauchenden Probleme auch wirklich zu lösen.
Kleiner Tip:
Rufen Sie die Mailbox des Teilnehmers doch mal direkt an, vielleicht ist da ja noch die rettende Ansage darauf zu finden?
Vorwahl-Mailbox
0151-13
01520-50 oder 01520-55
01522-50 oder 01522-55
01570-99
01577-99
0160-13
0162-50 oder 0162-55
0163-99
0170-13
0171-13
0172-50 oder 0172-55
0173-50 oder 0173-55
0174-50 oder 0174-55
0175-13
0176-33
0177-99
0178-99
0179-33

Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.
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