07.04.08
Permalink 14:20:33, Blog: Hennings Handy-Welt, Kategorien: Hennings Handy-Welt, 686 Wörter   German (DE)

Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten?

Die alten Römer haben unser heutiges Rechtssystem entscheidend geprägt. Ein eiserner Grundsatz war der Satz, daß Verträge einzuhalten sind ("Pacta sunt servanda"). Das gilt eigentlich bis heute, nur im Mobilfunk... nicht immer.

[Mehr:]

Sie schließen einen Vertrag im Handyladen, am Telefon oder im Internet ab. Dieser dauert typischerweise 24 Monate. 24 Monate lang wird von Ihnen erwartet, die monatliche Grundgebühr und die Kosten für Gespräche, Internet, Klingeltöne und vieles mehr zu bezahlen. Wehe Ihnen, wenn Sie das nicht tun.

Wehe Ihnen, wenn Sie Ihren Vertrag vorzeitig kündigen wollen, weil sich Ihre persönliche Situation geändert hat (wenn Sie ins Ausland gehen sind einige Mobilfunker noch kulant) oder weil Sie überraschend arbeitslos wurden und jeden Cent umdrehen mußten. Fast keine Chance.

Selbst wenn Sie auf einmal kein Netz mehr haben, weil örtlich Sender abgebaut (das gibt es) oder das D1-Roaming für o2 Kunden regional abgeschaltet wurde: Vorzeitig kündigen? Von wegen. Ja wo kämen wir denn da hin?

Wenn gar Ihr Vertragspartner feststellt, daß sich ein für Sie als Kunde günstiger Tarif für den Anbieter nicht mehr rechnet, glauben Sie nicht, daß man den für Sie vorteilhaften Vertrag bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit weiter laufen läßt. Das mußten Kunden des originellen "Automobil"-Tarifes lernen. Bei Debitels Crash-Tarifen hat man sich juristisch fast korrekt verhalten. Einige grummeln, daß sie nur per e-mail gekündigt wurden (Reicht das aus?) Immerhin hat Debitel in letzter Sekunde gemerkt, daß sie treue Kunden verlieren könnten, deswegen werden die gekündigten Karten automatisch in Xtra umgewandelt. Wer diese verwandelte Karte nicht auflädt, verliert die Nummer binnen 2-3 Monaten, hat aber keine Kosten oder Verpflichtungen mehr. Oder Sie zahlen 25 Euro für eine Rufnummernportierung, das sollte man seinem Anbieter aber rechtzeitig mitteilen.

Wenn Ihr Vertragspartner meint, gewisse Sonder-Rufnummern mal eben verteuern zu müssen, ohne Ihnen das vorher mitzuteilen, ist das eine "Nebenleistung". Kündigen dürfen Sie deswegen nicht, zumindest nicht vorzeitig. Zwar haben einige Amtsgerichte das auch nicht eingesehen, die Urteile fielen aber stark unterschiedlich aus und haben leider keine generelle Grundsatzwirkung. Wegen der geringen "Streitwerte" haben Sie kaum eine Chance, höchstrichterlich urteilen zu lassen, was geht und was nicht. Bis dahin wird es Ihr Handy, samt Netz nicht mehr geben.

Und wenn Ihre Telefongesellschaft bei Ihnen anruft oder Sie anrufen läßt, kann es leicht passieren, daß Ihnen Tarife oder Optionen "verkauft" werden, die Sie gar nicht wollten, selbst wenn Sie laut und deutlich "Nein" am Telefon gesagt haben.

Manchmal würde man sich mehr Machtkompetenz für die Bundesnetzagentur wünschen, die auch bei den einfach Grundlagen des Handels- und Verbraucherrechts auf Antrag eines Kunden tätig werden sollte und das Recht haben müßte, den unbelehrbaren Anbietern drakonische Strafen bis zum Entzug der Lizenz aufzubrummen. In einem total übersättigten Markt sind die guten Sitten leider ziemlich verlottert.

Was bleibt für den Kunden? Vor einer Unterschrift dreimal überlegen, an wen man sich bindet. Aber vielleicht wollen viele TK-Firmen keine Bindung mehr. Denn Prepaid-Kunden zahlen im Voraus (das Geld ist sicher) und in Punkto Service und Beratung wird da eh nicht viel erwartet, von beiden Seiten nicht.

Die viel gelobten Discounter haben auch schon Verschleißerscheinungen. Antworten auf naheliegende Kundenanfragen dauern länger, Zertifikate von Homepages oder Online-Rechnungen fehlen entweder ganz oder sind veraltet und werden daher vom auf Sicherheit getrimmten PC verweigert.

Wenn Sie aktiv Ihren Laufzeit-Vertrag verlängern wollen, müssen Sie erst Recht aufpassen! Dabei versucht Ihnen Ihre Telefongesellschaft wahrscheinlich neue AGBs unterzuschieben, die Ihnen in den allerseltensten Fällen a) mitgeteilt oder b) um Ihre Genehmigung derselben gefragt wird. Dann kommt auf einmal die Rechnung per Computer (wie aktuell bei E-Plus), falls die Homepage des Anbieters mal aktuell zuverlässig funktioniert. Wer eine Rechnung fürs Finanzamt braucht, schaut dumm, er darf sich - gegen Aufpreis - eine Papierrechnung bestellen, zertifizierte Download-Dokumente sind eher die Ausnahme.

Ändern wird sich nur dann etwas, wenn die Kunden konsequent solche Angebote meiden und dann auch bereit sind eine Handvoll Euro mehr für besseren Service zu bezahlen.

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Maik [Besucher]

Wenn nicht explizit die Schriftform für Kündigungen vertraglich vereinbart wurde, dann reicht eMail grundsätzlich aus. Zum Problem kann höchstens werden, dass derjenige, der die Kündigung ausspricht, im Zweifelsfall den Zugang der Kündigung beim Vertragspartner beweisen muss. Das kann bei eMail schwierig sein.

Dass Online-Rechnungen eine digitale Signatur haben sollten, hat sich anscheinend inzwischen rumgesprochen. Es gibt einige Anbieter, die das machen, z.B. auch Simyo (obwohl Discounter). Verlassen kann man sich darauf aber noch nicht, leider. Wenn mans braucht: Vorher fragen, oder einfach die ein bis zwei Euro für Papier ausgeben. Lässt sich eh besser abheften.

Permalink 07.04.08 @ 14:54
Kommentar von: Horsti [Besucher]
Da ja 2008 sich als Jahr des Dual-Band-Handys abzeichnet, sollte zumindest für den Endkunden demnächst eine recht komfortable Lösung absehbar sein. Die SIM mit der "Stammnummer" bleibt auf einem Parkplatz der wenig bis nichts an Unterhalt kostet (z.B. drängen sich Solomo oder andere Langlauf-Prepaids auf). Die aktive SIM mit der man tatsächlich vor hat aktiv selbst zu telefonieren kann man dann getrost von Billigheimer zu Billigheimer schieben.

Ob das Ganze für die Netzbetreiber das Optimum darstellt, darf getrost bezweifelt werden, aber mit ihren Mindestvertragslaufzeiten und anderen Fußangeln provozieren sie ja geradezu ein marktkonformes Verhalten. Bei dem man als Endkunde kräftig zurück "fußangelt".

Schaut man sich die Laufzeittarife an und vergleicht mal parallel die Tarife der Prepaiddiscounter, so ist doch der Vertragskunde eh der Dumme, der sich festnageln lässt und als Krönung dann noch bis zum (bitteren) Ende in seinem Vertrag verharren muss, AUSSER er kann einen Totenschein beibringen oder geht in Privatinsolvenz.

Ich selbst habe seit geraumer Zeit keinen kostenpflichtigen Laufzeitvertrag mehr. Rosinen mit Beigaben werden regelmäßig bei diversen Internetanbietern gepickt und meine "alte" Rufnummer die ich bereits seit 1997 "halte" liegt in einem kostenlosen GenionS. Der kassiert die eingehenden Telefonate und ist Dank D1-Roaming auch ganz gut erreichbar. Abgehend wird nahezu ausschließlich über "Wegwerfdiscounter" telefoniert, da ja Simyo etc. quasi kostenlose SIM-Karten unter des Volk streuen bzw. pressen. Mein Nachbar wirbt mich wieder und wieder, bekommt dafür dicke Prämien, an denen er mich beteiligt, so dass ich immer schön die 10 € Startguthaben geschenkt bekomme. Das ganze mache ich auf Vorrat, da Simyo ja anscheinend keine Maximalstückzahl hat. Alternativ schmeißen ja Tchibo und D2 immer mal wieder SIM auf den markt bei denen man 10 € Guthaben zu 1 € "erstehen" kann. Das macht dann 4,9 ct/min und entspricht dem Crash5 nur leider leider mit deutlich mehr Aufwand für die Post.
Permalink 07.04.08 @ 16:26
Kommentar von: Horsti [Besucher]
Noch etwas vergessen: Derzeit kann man ganz schick beobachten, wie ein ausgelutschter markt sich selbst klein haut. Die Marktteilnehmer kommen mit den abstrusesten Angeboten, geben Fernseher, Computer, teure Handys für "lau" mit dazu und erwarten bzw. hoffen dann auch noch, dass außer den Grundgebühren noch ein bisschen Umsatz gemacht wird. Man sollte denen mal ans Herz legen, ebay zu beobachten und zu staunen, die dort diverse Aktionshandys und anderer Kram verwurstet werden. Da kann man (außer bei ein paar einfältigen Zeitgenossen) mehr oder weniger sicher sein, dass die gedrückten SIM niemals Umsatz machen werden, der die Kosten deckt.

Wenn die Netzbetreiber allein mal meinen Bekanntenkreis hochrechneten, in dem pro Nase mindestens 5 jeweils aktive SIM herumgeistern, dann sollten die ihre Deutschland-Ziele glatt auf mindestens 500.000.000 Teilnehmer hochschrauben, schließlich ist so manche schon in der Tonne liegene Wegwerf-SIM noch monatelang aktiv und immer mehr nehmen an diesem irren Spiel teil... Fragt eigentlich in Himmelhochhausen oder wo auch immer die Netzbetreiber praktizieren niemals jemand nach dem langfristigen Nutzen eines Kunden? Die Masse der Kunden beginnt derzeit für sich diese frage zu stellen und entsprechend zu beantworten. Dabei kommen SIM-Farmen und abgemeldete Festnetzanschlüsse heraus. Wenn aber die Netzbetreiber irgendwann aufwachen sollten, dass ist es bestimmt fast zu spät.
Permalink 07.04.08 @ 16:34
Kommentar von: Roman [Besucher]
Btw: o2 ist beim Umzug ins Ausland übrigens nicht kulant.

Mir ist da folgender "Brüller" passiert. Ich hatte o2 angeboten, den Vertrag zu beenden und die anfällige Grundgebühr im Voraus zu bezahlen. Das ist für o2 eigentlich ein Superdeal, denn sie haben die Grundgebühr sicher, zahlen nichts für einen Bankeinzug und haben einen Zinsvorteil.

Was passiert? o2 willigt nicht ein, was kaufmännisch schonmal dumm ist. Also rufe ich dort an, dank Altvertrag kostenlos. Der Hotliner sagt mir allen ernstes, sie könnten auf mein Angebot nicht eingehen, da sie mir keine solche Endrechnung ausstellen können. Ich solle doch die anfallende Grundgebühr auf mein Kundenkonto einzahlen und dann dort anrufen und um Vertragsauflösung bitten...

Was habe ich gemacht? Eine Schubladenkarte mit Ansage meiner neuen Handynummer auf der Mailbox. Die Rechnung kommt nun per Post, einen Bankeinzug für o2 gibt es nicht mehr. Dafür hat o2 einen Kunden gehalten, also zumindest für die Analysten auf der Pressekonferenz...
Permalink 07.04.08 @ 22:41
Kommentar von: Steffen [Besucher]
o2 verrechnet sich bei der Euro-Umstellung => kein Recht, den Vertrag aufzulösen

o2 wuchert plötzlich bei den sog. Sonderrufnummern 0180x => nein, keine SoKü möglich

ein Sender ist nach einem Gewitter tot, eine Woche kein Netz in der Wohnung (Genion...), der Shop in der Stadt weiß es, bei o2 liegen keine Störungen vor => nö, nix da, Du Kunde hast das zu ertragen

Netz-interne Rufumleitungen kosten plötzlich Geld, waren ja vorher nicht bepreist => man hat es mir bis jetzt nicht mitgeteilt (wie gut daß der Vertrag bereits gekündigt ist)

Debiltel-Crash kündigt die Verträge nach denen ihrer Mindestlaufzeit auf - wo bitte hat es das schon gegeben, daß ein Anbieter dem zahlenden Kunden (äh, abkassiert, jeden Monat 3,- GG und 20,- Anmeldung!) kündigt? Ja hallo, wohl beim Schlafen in BWL zu hart auf die Tischkante geknallt

Habe ich schon erwähnt, daß die ehem. gebaute BwHz mit Genion und Tchibo als Ziel dadurch vereitelt wurde, daß Tchibo FÜNFZIG Tage gebraucht hat, um eine defekte SIM auszutauschen?!

Nun bin ich bei einem ganz Großen, bisher stimmt der Service, und wenn die 80,- / Monat nicht gut angelegt sein sollen, für eine LEGALE
BwHz mit Parallelruf und Festnetz-zu-D1-Flatrate, dann... ja dann...
ja dann sollten WIR alle über die NOTWENDIGKEIT der mobilen Erreichbarkeit nachdenken...
Permalink 07.04.08 @ 23:12
Kommentar von: Schorsch [Besucher]
zu Steffen: Du hast die BASE-Kündigung von Power-Usern vergessen von der man aktuell im Netz auf div. Seiten liest.

Permalink 08.04.08 @ 09:20
Kommentar von: Christian [Besucher]
Kulant ist keiner der Netzbetreiber, und ich hab sie alle durch...
"Umzug ins Ausland, ihr Problem" (direkte Aussage der Hotline).
"Sie können ja dort mit dem Roaming-Partner telefonieren, ok ist zwar etwas teurer aber auch das ist nicht unser Problem."

Die Lösung war einfach, Vertrag soweit wie möglich runtergestuft und nach über 8 Jahren als Kunde direkt die Kündigung abgeschickt. Schublade auf, SIM vom alten Provider rein, Schublade zu.
Okay auf den Fixkosten sitzen bleiben ist nicht schön aber dafür aber die +/-80€ Umsatz einem anderen Anbieter vor Ort zukommen lassen.

Das ungewollte und absolut unnötige "Wir wollen Sie als treuen, superguten, dummen Kunden nicht verlieren-Recrutierungsschreiben" kurz vor Vertragsende wird dezent angezündet, ein nettes Foto davon gemacht und im bereits vom Provider kostenfrei(!) mitgelieferten Antwortumschlag zurückgeschickt. Natürlich unfrei, aber das Porto wird gerne übernommen, denn scheinbar denkt man dort der Kunde will doch noch mal 2 Jahre "auf den Arm genommen" werden.

Permalink 08.04.08 @ 10:29
Kommentar von: @Schorsch [Besucher]
@Schorsch: Wenn man aber mal genauer liest, dann sind wenige "kranke" Seelen betroffen, die 20 GB mit bestenfalls 384 kbit/s heruntergeladen haben. Die sollten vor Ersatzbeschaffung mal den Hausarzt zu Rate ziehen, denn das sowas rausgeschmissen wird ist einfach nur fair gegenüber dem Durchschnittsnutzer.
Permalink 08.04.08 @ 11:01
Kommentar von: Schorsch [Besucher]
Aber genau ist doch da der Punkt - Du regst Dich aktuell über die User eher auf, als das Unternehmen. Wieso? Auch der Ton bzw. die Art & Weise "Die sollten vor Ersatzbeschaffung mal den Hausarzt zu Rate ziehen, denn das sowas rausgeschmissen wird ist einfach nur fair gegenüber dem Durchschnittsnutzer."

Kann man das nicht normal sagen? Denkt man wirklich, in so einem Ton wird man wahrgenommen und es wird Kulanz eingeräumt? Ich will Dich bzw. niemand sagen, wie er sich zu benehmen hat, aber im Geschäftsleben sollte doch mal Stil haben und Umgangsformen zeigen.

Man sieht die Crash-Kündigungen bei vielen Kunden, man sieht die Nicht-Kulanz bei den Anbietern und reklamiert daher.

Bei Crash z.B. ist der Anbieter der Böse - bei BASE die Nutzer? Aber beide Anbieter machen das selbe: Kunden kündigen.

Sicherlich ist der Blog bnzw. das Internet in vielerlei Hinsicht ein Verbraucher-Forum bzw. eine Informationsfläche für Verbraucher.

Wenn man sich jedoch mal die Unternehmen ansieht und sieht, wie die Kunden reagieren bzw. was Sie machen oder nicht machen...

... oftmals wird bei Anfragen, Reklamationen etc. in telefonischer und schriftlicher Form die Freundlichkeit vergessen. Wieso? Meint der Kunde aller Ernstes, dass wenn er unfreundlich ist und mit Kündigung, Anwalt, Presse und Co droht, die Kundenbetreuung wird eingeschüchtert?

Ich kenn neben der Verbraucher-Seite auch die Mitarbeiter-Seite... und was sich da Kunden erlauben und frech sind... das sieht niemand. Immer sind die Unternehmen böse.

Aber was ist mit den Leuten, die einfach Ihre Rechnungen nicht zahlen, kurz vor der Abschaltung mit Schufa-Eintrag stehen und dann noch drohen?

Wieso reden die Leute nicht ganz normal und erklären den Standpunkt. Es gibt immer Ausnahmen - sei es von der Firmenseite
her, sei es von Kundenseite.

@Henning bzw. Xonio:

Besteht die Möglichkeit, auch mal einen Blog-Eintrag zu machen und zu zeigen, wie man sich als Kunde z.B. bei Problemen mit Netz, Service, Rechnungen etc. verhält? Ich helf' dabei gern' mit.

Grüße
Permalink 08.04.08 @ 12:14
Kommentar von: @Schorsch [Besucher]
@Schorsch: Was ich Eplus/Base negativ ankreiden würde, ist das Kündigen ohne jede Vorwarnung. Schlägt einer über die Stränge, könnte man zumindest erstmal eine gelbe Karte zeigen. Diesbezüglich sehe ich den ruppigen Umgang von Base schon bedenklich. ABER zöge ich 20 GB aus dem Netz, würde ich als dieser User auch nicht unbedingt mit großen Steinen werfen, denn 20 GB riechen für meinen Geschmack verdammt nach Musik und Videos und damit nach Lizenzproblemen.

Die Crash5-Kündigungen waren kundendiensttechnisch sicher ein Fiasko, aber vertragstechnisch blitzsauber. Schließlich muss auch der Anbieter einer Dienstleistung die Chance haben aus einem Vertrag heraus zu kommen.

Wie schon oben jemand schrieb, ist es zunehmend töricht seine Hauptkarte Angeboten hinterher zu portieren. Dual-SIM-Telefone sind diesbezüglich der wohl bessere Weg, um "Machenschaften" der Netzbetreiber wirksam vorzubeugen.
Permalink 08.04.08 @ 14:02
Kommentar von: Henning Gajek [Mitglied] · http://blog.xonio.com/gajeks_welt/
Hallo Schorsch und Mitleser,

wenn jemand Themen für das Blog hat, einfach eine e-mail an henning.gajek@xonio.com schreiben. Vertraulichkeit wird auf Wunsch gerne zugesichert.

Henning Gajek
henning.gajek@xonio.com
Permalink 08.04.08 @ 14:06
Kommentar von: Steffen [Besucher]
@ Schorsch:
Ich bin davon ausgegangen, daß dieser Bericht hier auf Grund der BASE-Kündigungen getriggert wurde. Aber grundsätzlich hast Du Recht.

Was mich persönlich bei den Crash5-Kündigungen besonders angep...t hat war die Tatsache, daß man die Kunden für dumm verkauft und ihnen eine Vertragsweiterführung zu Wucher-Konditionen anbietet, wo doch nebenan wieder neue Crash-Tarife mit lediglich höherer GG angeboten wurden. Mein hoffentlich letzter Versuch einem Provider eine Chance zu geben.

Was ich inzwischen lese, daß sogar die Verbraucherberatung sich nicht kampfbereit aufstellt, sondern einfach rät, völlig emotionslos doch einfach bei einem der Mitbewerber eine definitiv teurere Flat zu buchen, halte ich wieder für anerzogeges Duckmäusertum der Deutschen.

Es sollte endlich mal einer diesen Marketing-Dampfplauderern das Maul stopfen, so lange, bis diese den Wikipedia-Artikel zum Thema Flatrate fehlerfrei auswendig aufsagen können. Und eine Vertragsknebelung nicht nur als eine Flatrate an das Konto der Kunden betrachten. Langsam komme ich nämlich zu dem Schluß, daß ein ordentlicher Prepaid-Tarif (wie z. B. momentan von Congstar angeboten) gar keine so schlechte Lösung ist. Hier sind zumindest auch die Erwartungshaltungen von beiden Seiten nicht so hoch.

Permalink 09.04.08 @ 02:03
Kommentar von: Steffen [Besucher]
NACHTRAG zum Thema Flatrate kündigen:

Gab es da nicht mal ein Urteil, welches besagt, daß bei Nicht-Volumenbasierten-Abrechnungsmodellen keine Speicherung der Daten erfolgen darf? ... Woher weiß dann ein Betreiber, wer, wann und wieviel seine Flatrate benutzt?

Nur mal so nebenbei bemerkt... *nachdenklich*am*Kopf*kratz*

PS: Jede Menge zu dieser Thematik des "Nicht-Speichern-Dürfens" findet man mit gidf.de ;-)
Permalink 09.04.08 @ 02:11

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Hennings Handy-Welt

Mobilfunk Spezialist Handy
Henning Gajek kennt die Mobilfunkbranche wie kein anderer, er ist seit Jahrzehnten der deutsche Handy-Experte schlechthin.

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