RSS|Am Montag Abend im Radio: “Das Telefonnetz in Rheinböllen ist ausgefallen, auch Handynetze funktionieren nicht.”
Wie sich inzwischen herausstellte, hat eine Baufirma mit einer “Spülbohrung” genau ein wichtiges Glasfaserkabel der Deutschen Telekom “getroffen”, da ging dann nichts mehr. Was lernen wir daraus: Bei aller Marktliberalisierung läuft ohne die Deutsche Telekom weiterhin nichts. Die Regulierung setzt in vielen Fällen darauf, daß die Deutsche Telekom ihre Dienste und Produkte zu möglichst günstigen Preisen auch der Konkurrenz anbietet. Das private Investoren eigene Netze mit eigenen Leitungen ausrollen ist auf dem Papier zwar wünschenswert, aber in der Praxis unrealistisch, das passiert vielleicht in Ballungszentren, aber bestimmt nicht im romantischen Hunsrück.
Wenn Telefon, Mobilfunk und Internet ausfallen, bekommen manche Menschen die Krise, weil ihr täglicher “Lebensinhalt” weg ist. Dabei gibts noch Formen der mobilen Kommunikation, die auf kein verbuddeltes Festnetzkabel angewiesen sind. CB-Funk zum Beispiel. Mal ehrlich, vielleicht waren Sie früher dort auch einmal aktiv. Vielleicht erinnern Sie sich nur noch verschwommen daran, vielleicht haben Sie schlechte Erfahrungen gemacht?
Das moderne Internet mit seinem hochgelobten “Web 2.0″ ist doch auch nichts anderes als der CB-Funk vor 10,20 oder 30 Jahren. Fremde Menschen, die sich vorher nicht kannten, trafen sich, ohne Rücksicht auf Herkunft, Bildung, Glauben oder was auch immer und tauschten sich aus. Man hilft sich, man streitet sich, man verträgt sich wieder. Das Grundprinzip ist eigentlich immer das Gleiche.
Wenn Sie diesen Blog lesen, sollte das Glasfaserkabel wieder instandgesetzt sein. Aber vielleicht reicht es für ein paar Gedanken, was man macht, wenn das Lieblingsnetz nicht geht
P.S. Heute morgen war im tiefsten Odenwald “mein” E-Plus-Sender ausgefallen. Ziemlich genau um 11 Uhr war er wieder da. Ich habs locker gesehen, weil ich noch aus anderen Netze je ein Handy griffbereit hatte. Wenn man an ein Netz die wenigsten Ansprüche stellt, dann kann man sich noch richtig freuen, wenn es funktioniert
Störungsfreie Verbindungen.
9. September 2008 um 16:07 Uhr
Hallo Henning,
ich möchte hiermit eine Lanze für die Deutsche Telekom brechen, jeder schreit wenn die Deutsche Telekom sich durch ein moderneres Netz einen Vorteil verschaffen will. Letzt endlich ist die moderne Kommunikation ist volkswirtschaftlich so wichtig, dass man die entsprechenden Netzhardware genau wie bei der Stromwirtschaft geplant verstaatlichen sollten und jeden Operator dafür zahlen lassen sollte. Letzt endlich ist es egal, ob der Kunde also wir das Geld dafür als Steuern oder Abgaben oder and die Unternehmen zahlen.
9. September 2008 um 18:41 Uhr
Nur zu gut kann ich bestätigen, dass einem da etwas fehlt, wenn das Telefon oder das Internet einmal nicht da ist. So habe ich mich bereits mehrfach erwischt, dass ich mein Handy zuhause vergessen hatte und dafür extra noch einmal umgedreht bin um es zu holen. Es fehlt einem irgend wie etwas, wenn gleich es bei mir nicht unbedingt das Gefühl des erreicht werdens ist, sondern vielmehr, dass man selbst bei einer Panne oder sonstigem nicht in der Lage ist anzurufen. Bei einer so massiven Störung wie heute, wo Handynetze und Internet über Stunden tot waren, ist schon etwas besonderes. Das der Sprechfunk, z.b. der CB-Funk, in solchen situationen eine echte Alternative sein kann, zeigten die Feuerwehren vor Ort. Diese stellen eine Funkbrücke auf um im Notfall auch schnell Hilfe vor Ort rufen zu können. So zumindest war in den Medien nachzulesen und im Radio zu hören.
12. September 2008 um 11:00 Uhr
Bemerkung zu Thomas Karten: Richtig, und genau solche Vernetzungen sind - wie bemerkt äusserst störanfällig im Vergleich zum Analogfunk der Feuerwehr. Dürfte sich befürchtungsweise bei Einführung des BOS-Digitalfunks ändern. Letztgenannter ist genauso wie Internet, Handynetz etc… wie der Name sagt vernetzt.
Beim jetzigen Analogfunk arbeiten - wie auch richtig von Thomas Karten gesagt - alle Kanäle/Frequenzen jeweils unabhängig voneinander.
Nachfolgend zum BOS-Digitalfunk ein ausführliches Schreiben an div. Empfänger.
Zumindest im Punkt Digitalfunk sind offensichtlich div. Risiken völlig
unbekannt. Ausser den innerhalb dieses Schreibens folgenden Querverweise auf div. Internetseiten verfüge ich noch über diverse Insiderinformationen. Bitte haben Sie dafür Verständnis dass ich ohne vorherige Rücksprache mit Denjenigen nicht näher darauf eingehe. Die Betroffenen müssten mit teilweise drastischen Disziplinarmassnahmen rechnen.
Von offizieller Seite (politischen Entscheidungsträgern,
Bundesinnenministerium, etc…) und den Produzenten gleichermassen
totgeschwiegen, gibt es ganz offensichtlich erhebliche Probleme mit dem
neuen Digitalfunk für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auch
BOS-Digitalfunk genannt -sowohl in technischer, als auch gesundheitlicher
Hinsicht. Diese Probleme werden wohlweisslich seitens der Verantwortlichen
nicht öffentlich “an die grosse Glocke gehängt”.
Mit der Absicht die innere Sicherheit Deutschlands durch den Start des
Digitalfunks zu verbessern, lässt sich nunmehr nicht länger der Eindruck
verwischen, dass mit dem Digitalfunksystem
genau das Gegenteil erreicht wird. Von den damit verbundenen
erheblichen Mehrkosten für den Aufbau und Betrieb ganz abgesehen.
Hier nachfolgende Punkte welche das Problem verdeutlichen sollen. Aus dem
bis jetzt vorliegenden Material geht u.a. auch die Vorgehensweise gegenüber
Denjenigen hervor, welche die mit dem Digitalfunk verbundenen
Gesundheitsrisiken öffentlich nennen. Diese verlieren “urplötzlich”
Forschungsaufträge oder müssen Kürzungen der ihnen zur Verfügung stehenden
Finanzmittel hinnehmen.
Anlässlich einer parlamentarischen Anfrage im Berliner Senat monierte die
FDP diverse Risiken und Mängel. Teilweise werden diese Mängel durch
Berlins Innensenator Erhard Körtig eingeräumt. Dieser erwähnte u.a. dass die
derzeitige Übertragungsrate des Digitalfunknetzes bei ca. 3 KB/sek liegt -u.a. nachzulesen auf der I-netseite des FDP-Abgeordneten Björn Jotzo.
Die Übertragungsrate entspricht ca. der Geschwindigkeit von Computer-Akustikkopplern der 80er Jahre.
Die innerhalb der BOS-Digitalfunkbehörden eigenen Homepage “www.bdbos.de” unter “Endgeräteanforderungen Teil B” (PDF-Datei) erwähnten Mindestanforderungen für die Datenübertragung stehenden Grössen unter den Punkten 128-140 verstärkt diesen Eindruck. Der Maximalwert beträgt 4,80 KB/s.
Das Anfang der 90er Jahre entwickelte Tetra-Funksystem erscheint somit
alles andere als leistungsfähig. Zu befürchten ist in der Tat auch, dass die
bisherigen Finanzierungspläne zum Aufbau und Betrieb des Digitalfunks ohne
TEDS-Zusatz erfolgten, womit lt. Innensenator Körting grössere
Übertragungsraten als die bisherigen 3 KB/sek möglich wären. Lt. Körting
würde der TEDS-Zusatz neue Endgeräte für Leitstellen,
Einsatzfahrzeuge und Handfunkgeräte benötigt, weil die gegenwärtigen
Digitalfunkgeräte nicht TEDS-kompatibel sind.
Bundesweit wären somit erheblich mehr als nur rd. 4,5 Mrd € erforderlich.
In Konsequenz dessen, wären somit auch für den Berliner Landeshaushalt
wesentlich mehr als die bisher veranschlagten rd. 50 Mio € erforderlich.
Schon allein aus diesem Grund wäre ein evtl. Weiterbetrieb des bisherigen
Analogfunks bundesweit angeraten.
Zumindest indirekt lieferten die BOS-Digitalfunk Verantwortlichen
dahingehend den Beweis für explodierende Kosten, indem im Zeitraum Nov-Dez.
2007 die Finanzmittel um 300 Mio € aufgestockt wurden, weil ganz
offensichtlich die bisher geplanten Finanzmittel sich bei weitem als nicht
ausreichend erwiesen. Weitere “nicht vorhersehbare Mehrkosten”
- z.B. wie beim Aufbau des dt. Mautsystems und das wegen explodierender Mehrkosten im März 2008 gestoppte Transrapid-Projekt -
sind somit nicht ausgeschlossen. Sollten ungeachtet dessen, Milliarden-Eurobeträge in ein ganz offensichtlich leistungschwaches BOS-Digitalfunknetz investiert werden, wäre dies dem Steuerbürger von dem diese Gelder letztendlich stammen, schwer zu vermitteln.
Dass bisherige Tetra-Funktechnologien ganz offensichtliche Leistungsdefizite
beinhalten, ist in Fachkreisen schon länger bekannt. Einer der
Hauptentwickler und Betreiber des Tetra-Funks -Motorola - betrieb während
der Trophy 2005 auf der brit. Isle of Man ausser einem Tetra-Sprechfunknetz
ein eigenentwickeltes Canopy-Breitfunknetz zwecks Datenübertragung.
Ähnliches passierte auch im Jahr 2007 während des G8 Gipfels in
Heiligendamm. Sprech-und Datenfunk wurden aus demselben Grund über jeweils
separate Funknetze abgewickelt.
Auf dem Ende Mai 2008 beendeten TETRA-Kongress in Hong-Kong wurde die “grauslich” programmierte Software beklagt, welche zur Datenübertragung innerhalb der Sprechfunkkanäle gedacht ist.
Kurz gesagt erscheint es z.Zt. offenbar unmöglich, gleichzeitigen Sprach-und
Datenfunk innerhalb des für Deutschland geplanten BOS-Digitalfunknetzes -
nämlich nur EINES geplanten Funknetzes - mit akzeptablen
Datenübertragungsraten zu realisieren. Von einer techn. Verbesserung im
Vergleich zum bisherigen Analogfunk kann somit keine Rede sein.
Wesentlich gravierender sind jedoch zu erwartende Gesundheitsprobleme durch
das Tetra-Funksystem sowohl für die Nutzer (Einsatzkräfte) als auch der
Bevölkerung. Hierzu die bis jetzt bisher bekannten Informationen, welche
fachlich plausibel erscheinen.
Auf der I-netseite
>
werden aus z.B. aus England,Israel usw.. erste offenbar mit TETRA-Funk
unmittelbar zusammenhängende Gesundheitsschäden genannt.
Selbst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erwartet lt.
einem Dossier v. 30.6.2005 wegen der Puls-und der Trägerfrequenz des
Tetra-Systems und der damit verbundenen grösseren Eindringtiefe in den
menschlichen Körper vom neuen Digitalfunk u.a. eine erheblich stärkere
biologische Auswirkungen im Vergleich zum GSM-Standard für Handys.
Nachfolgend einige weitere Beispiele aus der teilweise englischsprachigen
Internetseite:
- Der GdP-Vorsitzende Freiberg warnt vor der Einführung des Digitalfunks
bevor nicht die Gesundheitsrisiken abgeklärt sind. Die Gesundheit der
Polizeibeamten habe Vorrang vor der Einführung des Digitalfunks. Die
zuständigen Innenminister stritten sich zwar um Kosten, Gestaltung der
Infrastruktur, die gesundheitlichen Risiken würden jedoch völlig
vernachlässigt. Freiberg verwies in diesem Zusammenhang auf ihm vorliegenden
Berichte, wonach die britische Polizeigewerkschaft auf massive
Gesundheitsprobleme vieler englischer Polizisten hinweist. Diese seien
zweifelsfrei auf das Tetra-Funksystem zurückzuführen.
Hierzu auch der entsprechende Querverweis auf
- In Israel wird hinter vorgehaltener Hand von schweren Gesundheitsproblemen
von Soldaten der israelischen Armee seit Einführung des Tetra-Funks im Jahre
2004 berichtet. Lt. auf vorgen. I-netseite sollen zum Zeitpunkt 16.Okt. 2004
bereits 34 Soldaten Selbstmord begangen haben, massgeblich wurden sie unter
dem Einfluss der Tetra-Funkstrahlen deppressiv. Lt. einem Zeitungsartikel v.
30.1.2006 beabsichtigt die Fa. Tikshuv welche zuvor diverse Antennenanlagen
montierte, diese mind. zur Hälfte wieder zurückzubauen. Tikshuv ist der
Hauptverantwortliche für das Tetra-Funksystem der israelischen Armee.
- In England erkrankten nach Einführung des TETRA-Funksystems zahlreiche
Polizisten an verschiedenen Krebsarten. 2 junge Polizisten -vor Einführung
des TETRA-Funks kerngesund - starben bereits an ihren Krebserkrankungen. Im
sog. “Trower-Report” der “Police-Federation” sind eindeutige Beweise der
Gesundheitsgefahren des Tetra-Funksystems enthalten, welche von den
Verantwortlichen schlicht ignoriert wurden. Englische Polizisten würden
durch den Tetra-Funk zu Versuchskaninchen für den Rest der Welt, so der
Report weiter.
Hierzu auch der Querverweis (englisch) auf
Im schottischen Dumfries sind nach Einführung des Tetra-Funksystems
erhebliche Störungen des TV-Empfangs -z.T. Störung aller verfügbaren
Programme - an der Tagesordnung.
Auf der BBC-Internetseite vom April 2004
werden nicht nur die schon erwähnten TV-Störungen im schottischen Dumfries und Galloway beklagt. Ein betroffener TV-Zuschauer wohnt lt. dieser I-netseite wenige hundert Meter von einer Polizeistation entfernt, wo ein solcher TETRA-Funkumsetzer steht. Trotz der erheblichen Störungen weigerten sich die Verantwortlichen lt. seiner Aussage, diese Störungen abzustellen. Auch ruft das hier verwendete TETRA-Funksystem heftige Diskussionen hinsichtlich evtl. Gesundheitsgefahren für die Einsatzkräfte/Bevölkerung hervor.
Allgemein ist die BBC für seriöse Berichterstattung bekannt. Ohne plausible Hintergrundinfos greift die BBC solche Themen i.d.R. nicht auf.
Auch der Seiteninhalt von
>
spricht bezüglich des Themas für sich. Hier der Originalinhalt:
> Während den Sommermonaten wurden in der luxemburgischen Presse eine Reihe neuer Dienste präsentiert die als gemeinsamen Nenner die
Mobilfunktechnologie besitzen. So sind seit dem 1. September diverse
RTL-Fernsehsender über terrestrische Antennen über das sogenannte
DVB-T-Signal digital zu empfangen. Geplant ist eine komplette Umstellung von
analog auf digital, so daß in Zukunft nur noch digitales Fernsehen möglich
sein soll.
Worldwide Interoperability for Microwave Access, kurz genannt WiMAX ist ein
deutsch-luxemburgisches Projekt, genannt Artelis (Partner sind Cegecom und
VSE.Net), mit dem ähnlich wie bei der UMTS-Technologie mittels gepulster
Technik Daten mit Hochgeschwindigkeit übertragen werden.
Im August plädierte der Verantwortliche für Kommunikationsinfrastrukturen
beim Luxemburger Zivilschutz für ein neues digitales, GSM-ähnliches Funknetz
für Zivilschutz, Feuerwehr, Polizei und Zoll, das das bisherige analoge
Funknetz ersetzen soll. Anlaß sind die Funkstörungen Ende 2005 beim
Rettungshubschrauber die auf Sabotage zurückzuführen sind. Allerdings seien
auch digitale Frequenzen gegen solche Störungen nicht immune (Zitat LW
12/8/2006). Gemeint ist mit einem solchen GSM-ähnlichen Funknetz ein neuer
Standard für digitalen Bündelfunk namens TETRA (terrestrial trunked radio,
ursprünglich trans European trunked radio) der sich besonders eignet für
sogenannte Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Eine
Studie in Deutschland ermittelte zur flächendeckenden Funktion einen
bundesweiten Bedarf von mindestens 3986 Standorten, davon 1772 Standorte in
Städten (mit jeweils 7 Antennen pro Mast) und 2214 Standorten im Umland
(jeweils 4 Antennen je Standort). Andere Studien gehen von mehr als 20.000
Standorten aus.
Daß diese neuen Technologien gesundheitlich keineswegs unbedenklich sind
zeigen zahlreiche Fallbeispiele aus Großbritannien, wo das TETRA-Funknetz
fast vollständig ausgebaut ist (3700 Basisstationen) und seit 2005 von den
englischen Notfalldiensten übernommen wurde.
Lancashire
Neun Monate nachdem die Polizeibeamten auf das TETRA-Funksystem umgestiegen waren, häuften sich die gesundheitlichen beschwerden derart, daß eine Fragebogenaktion bei den Beamten durchgeführt wurde. Von 246 beantworteten Fragebögen berichteten 173 über negative Gesundheitsfolgen, unter anderen Kopfschmerzen und Migräne, Hitzewellen, Halsschmerzen (fünf Fälle von Halskrebs – 2 in Lancashire, 3 in Leicestershire) seit Einführung von TETRA.
Littlehampton
Am Tag der Inbetriebnahme einer TETRA-Sendestation in 150 Metern Entfernung
zu zwei Schulen (Kinder zwischen 5 und 11 Jahren) mußten 11 Kinder wegen
Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten nach Hause geschickt werden.
Eine Fragebogenaktion in den benachbarten Häusern (123 Fragebögen) ergab,
daß 42% der Anwohner seit der Inbetriebnahme Schlafstörungen hatten, 45% der
Anwohner klagten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten. Lediglich 24%
hatten keine Symptome zu verzeichnen.
Worthing
Nach der Inbetriebnahme einer Sendestation auf einem Football-Spielfeld
klagten die Anwohner über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und juckenden
Hautreiz. Interessanterweise verschwanden die Symptome jeweils nachdem der
Sendemast zweimal sabotiert wurde (ohne daß die Anwohner darüber informiert
waren).
Eine Umfrage der 448 Anwohner in einem Umkreis von 250 Metern zum Sendemast ergab Symptome wie Schlafstörungen (40% der Befragten), Kopfschmerzen (38%) und Hautausschläge oder Juckreiz (16%)).
Auch die deutsche Gewerkschaft der Polizei warnte im August 2002 vor
Gesundheitsrisiken durch den neuen Digitalfunk.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Eine von einem Betreiber (Motorola) in Auftrag gegebene Studie über
eventuelle Gesundheitsfolgen durch TETRA-Bündelfunk durch einen führenden
Wissenschaftler kam zur Schlußfolgerung: … diese Frequenz nicht zu benutzen,
da sie zu Kopfschmerzen, Krebs, dem Zusammenbrechen des Immunsystems führen könnte. Daraufhin wurden dem Wissenschaftler die Forschungsgelder entzogen und seine Empfehlung ignoriert.
Vergleich Tetra mit bestehenden Technologien
Demnach handelt es sich bei TETRA um gepulste hochfrequente Strahlung im
Bereich von 400 Megahertz, wobei die Pulsung der Mobilteile (Telefone) 17,6
Hertz und die Pulsung der Sendemasten 70,6 Hertz (4 x 17,6 da vier
Zeitschlitze) entspricht. Darüber hinaus besteht eine weiter Pulsung
(Multirahmenfrequenz) im Bereich von 0,98 Hertz.
Diese Pulsfrequenzen liegen im unmittelbaren Bereich biologisch bedeutsamer
Frequenzen:
· die Pulsung von 17,65 Hertz liegt im Bereich der Beta-Wellen der
Gehirnaktivität (REM-Phase) sowie nahe der 16 Hz-Resonanzfrequenz der
Kalziumionen (Störungen der Zellkommunikation?)
· die Modulation von 70,6 Hertz im Frequenzbereich der elektrischen
Aktivität der Muskeln
· die 0,98 Hertz-Pulsung liegt im Bereich der Herzrate
Hinzu kommt, daß TETRA-Signale aufgrund der niedrigen Trägerfrequenz von ca
400 MegaHertz tiefer ins Körpergewebe eindringen als die Strahlung des
GSM-Mobilfunks (Trägerfrequenzen von 900 und 1800 MegaHertz. Schließlich
entspricht diese Frequenz von 400 MHz der Resonanzfrequenz des menschlichen
Schädels, wodurch es zu einer Resonanz der Strahlung im Bereich des Gehirns
kommen kann (die Strahlung wird durch die Knochen zurückgeworfen und
sozusagen im Schädel eingesperrt).
Dr Gerard J. Hyland der Universität Warwick (Fachbereich Physik) in England
empfiehlt demnach Basisstationen von TETRA und anderen Mobilfunksystemen
ausreichend weit entfernt von Wohngebieten und Orten empfindlicher Nutzung –
wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime, etc – zu
positionieren. Außerdem könnten auch strengere Grenzwerte angewandt werden,
wie etwa die Empfehlungswerte des Landes Salzburg (seit Februar 2002: 0,01
mW/m² - entspricht 10µW/m² (0,061 V/m) outdoor), da die Systeme nachweislich
unterhalb dieser Werte funktionstüchtig sind.
Demnach verdichten sich Hinweise auf ein mögliches Gesundheitsrisiko durch
TETRA-Bündelfunk, das den Mobilfunk 900 und 1800 noch übertreffen könnte.
Eine mögliche Gefahr kann zumindest mit wissenschaftlichen Argumenten nicht
ausgeschlossen werden. Unter diesem Gesichtspunkt möchte AKUT asbl die
Verantwortlichen in Luxemburg, wie den Verantwortlichen für
Kommunikationsinfrastrukturen beim Luxemburger Zivilschutz sowie auch die
politischen Entscheidungsträger, allen voran den Telekommunikationsminister
höflichst bitten die Strategie in Bezug auf Mobilfunktechnologien zu
überdenken oder zumindest eine abwartende Haltung einzunehmen.
Soweit der Originalinhalt der letztgen. Internetseite.
Ergänzend bleibt festzustellen, dass in Deutschland die neuen
Tetra-Funkbasisstationen wegen der notwendigen Flächenabdeckung u.a.
zwangsläufig in sensiblen Siedlungsbereichen (Kindergärten, Schulen,
Krankenpflegeeinrichtungen, reinen Wohngebieten, etc…) installiert und
betrieben werden müssen.
Stellen sich hier die Fragen, ob der Umstand den Verantwortlichen
(politische Entscheidungsträger, Funksystembetreiber) entweder völlig
unbekannt ist, oder wie in England schlicht ignoriert wird und
ob - wie mittlerweile auch in anderen Lebensbereichen - die Wirtschaftsinteressen in Politik und Wirtschaft höher bewertet werden, als die Gesundheitsinteressen
der Einsatzkräfte/Bevölkerung.
Im Vergleich zum jetzigen Analogfunk, wo der jeweilige Sender nur während
der Durchgabe von Funkmeldungen eingeschaltet wird, sind bei allen
Digitalfunkverfahren -und somit auch beim neuen Digitalfunk der Polizei- die
Basisstationssender ständig mit voller Leistung eingeschaltet. Dies ist auch
der Fall, wenn gerade kein Funkverkehr abgewickelt wird.
Ein wertneutrales Gutachten/Untersuchung welches ausdrücklich die
Ungefährlichkeit von Tetra-Funksystemen für den Menschen bescheinigt,
scheint bis heute nicht zu existieren.
Warum offenbar nicht schon in der Planungsphase ausser TETRA andere,
weniger problematische, Digitalfunkverfahren in Erwägung gezogen wurden,
können letztendlich nur die verantwortlichen Entscheidungsträger selbst beantworten.
Eine Abkehr vom geplanten Tetra-Funksystem wäre bereits vor Errichtung und
Betrieb angeraten. Erfahrungsgemäss dauert es in Deutschland jahrelang bis
Änderungen auf politischen Ebenen bzw. deren Beschlüsse/Massnahmen erfolgen.
Völlig unangebracht wäre schon aus Sicherheitsgründen das “Aufpflanzen”
des neuen BOS-Digitalfunks auf die bereits vorhandenen GSM-Handynetze.
Fallen die Handynetze auch nur teilweise aus, wäre somit auch das zukünftige
BOS-Digitalfunknetz betroffen. Die unerfreulichen Folgen dessen dürften
jeder/jedem Bürgerin/Bürger klar sein.
Indirekt wird dieses offenbar jedoch seitens der Behörde beabsichtigt: Lt. Pressemitteilung vom 14.2.2008 auf “www.bdbos.de” unterzeichnete die Behörde einen Rahmenvertrag mit D2-Vodaphone zwecks Nutzung der Vodaphone-eigenen Standorte, um behördenseitig möglichst wenig zusätzliche/neue Standorte rekrutieren zu müssen. Mit anderen Mobilfunkunternehmen sei man noch in Verhandlung zwecks weiterer Rahmenverträge.
Lt. Behördenangaben der Pressemitteilung v. 14.2.2008 wird mit dem Rahmenvertrag auch die Umgehung/Vermeidung von Bürgerprotesten wegen Errichtung zusätzlicher Funkmasten/Sendetürmen beabsichtigt.
Ob letztgenannte Absicht mit der innerhalb einer Demokratie zustehenden Widerspruchsmöglichkeit gegen eine offenbar nicht unbedenkliche Funktechnologie(TETRA) in Einklang zu bringen ist, mag dahingestellt sein. Anders gesagt versucht die Behörde offenbar widerspruchsberechtigten Betroffenen besagte TETRA-Technologie möglichst unbemerkt unterzuschieben.
Die behördliche Absicht, möglichst viele Handymaststandorte auch für Umsetzer des BOS-Digitalfunks zu nutzen, verleiht gelinde ausgedrückt evtl. Sabotageakten, Naturkatastrophen, etc… eine sehr effektive Note: Fällt ein Handymast bzw. dessen Kommunikationsinfrastruktur aus, wird gleich ein doppelter Negativeffekt erzielt:
Nichtverfügbarkeit des Handy -UND des BOS-Funks am betr. Standort. Ob mit dem BOS-Digitalfunkgerät im konkreten Fall ein weiter weg stehener Reserveumsetzer erreichbar ist, kann keineswegs garantiert werden.
Lt. Presseberichten v. 13.3.2008 sprengte die Taliban Ende Febr. 2008 in der afghanischen Provinz Helmand mehrere Handymasten, nachdem sich die Netzbetreiber weigerten diese wie von der Taliban gefordert, zwischen 17-7 Uhr ausser Betrieb zu nehmen. Als Folge der Anschläge waren weite Teile der Kommunikationsinfrastruktur Afganistans fast völlig lahmgelegt. Dass die Taliban auch ausserhalb Afghanistans Anschläge verübt und damit auch in Deutschland ggfs. Handymasten - und somit auch der BOS-Digitalfunk - betroffen wären, kann nicht ausgeschlossen werden.
Insbesondere bei den BOS-Digitalfunkverantwortlichen dürfte unstrittig sein, dass z.Zt. weitgehend keinerlei Bewachung von Handymasten /Funkumsetzern stattfindet, und sich die Bewachung auch nach evtl. Installation von BOS-Digitalfunkumsetzern auf bereits vorhandene Handymasten schon sowohl aus Kostengründen und Personalaufwand zukünftig schwer realisieren lassen dürfte.
Im Widerspruch zur Pressemitteilung v. 14.2.2008 steht lt. Pressemeldung v. 6.7.2008 die Antwort der Bundesregierung zu einer kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion U.a. antwortete die Bundesregierung wörtlich:
“Die Anlagen des BOS-Digitalfunks sollen “in räumlicher Trennung zu Anlagen dritter Standortbenutzer” installiert werden und ein Zutritt soll nur durch “autorisiertes Personal” erfolgen”.
Diese Antwort schliesst bei genauer Betrachtungsweise die Nutzung von Vodaphone-und anderen Mobilfunkstandorten für BOS-Umsetzer praktisch aus. Die Frage wie sichergestellt werden soll, dass nur autorisiertes Personal Zutritt hat, wird nicht beantwortet.
Auch kein Zugewinn für die innere Sicherheit ist, dass bei der
Einführung des Digitalfunks quasi eine kommunikative Sicherheitsreserve weniger zur Verfügung steht: Bei dem jetzigen Analogfunk existieren 3 unabhängige Kommunikationsmöglichkeiten.
a) 4m Bereich
b) 2m Bereich
Mit Ausnahme von Gleichwellenfunkanwendungen arbeiten alle 4m-und 2m Kanäle jeweils völlig unabhängig voneinander. Deshalb so gut wie keine Chance für einen flächendeckenden Komplettausfall.
c) das normale Handynetz
Fällt beim jetzigen Analogfunk ein Kanal/Bereich aus, stehen somit noch 2
Kommunikationsreserven zur Verfügung. Desweiteren stehen i.d.R. Reservekanäle zur Verfügung, sollte ein Kanal innerhalb des 4m-bzw. 2m Bereiches ausfallen. Ausser bei einem Gerätedefekt beim Einsatzfahrzeug/Leitstelle ist die Chance des Komplettausfalls von a) und b) somit wesentlich geringer als beim zukünftigen Digitalfunk.
Beim Digitalfunk gibt es nur ein einziges Digitalfunknetz auf sogen. Bündelfunkbasis. Fällt dieses auch nur teilweise aus, verbleibt als einzige Kommunikationsreserve nur noch das Handynetz zur Kontaktaufnahme mit der Leitstelle/den Einsatzkräften.
Dass Handynetze bei Grossereignissen keineswegs ausfallssicher sind,
beweisen z.B. die Silvesterfeiern am Brandenburger Tor - hier kommt es
regelmässig aufgrund Überlastung zu teilweise längerfristigen
Totalausfällen.
Von der beim Digitalfunk erheblich mehraufwendigen/komplizierteren
Störungsbeseitigung im Vergleich zum Analogfunk ganz abgesehen.
Bemerkenswert ist auch, dass lt. den vorliegenden Informationen, evtl.
Überlastungen bzw. eingeschränkte Verbindungskapazitäten des
Digitalfunknetzes für Einsatzkräfte erst dann ersichtlich sind, wenn sie im
Bedarfsfalle eine Verbindung zur Leitstelle aufbauen wollen. Das vorherige Einbuchen ins Funknetz ist genau wie beim normalen Handy i.d.R. problemlos.
Die “böse Überraschung” macht sich ggfs. erst beim Verbindungsaufbau mit der Leitstelle/Einsatzkräften bemerkbar.
Lt. vorliegenden Informationen plant Deutschland den Aufbau und Betrieb
eines Tetrafunknetzes u.a. wegen der Absicht der Teilnahme an einem
europaweit einheitlichem Funkstandard für den Behördenfunk zwecks
grenzüberschreitenden Funkverkehr. Zumindest Frankreich (Ungarn?) und
Tschechien betreiben jedoch sog. Tetrapolfunknetze, Holland m.E. einen
APCO-Standard. Die Systeme Tetrapol, APCO und Tetra sind untereinander
jeweils nicht ohne weiteres kompatibel. Schon allein deshalb kann von einem
europäisch einheitlichem und somit grenzübergreifendem Funkstandard keine
Rede sein.
Lt. mehreren Insider-Infos v. August 2008 läuft in Schweden das TETRA-Digitalfunksystem lediglich in Grosstädten wie z.B. Stockholm, Malmö, Göteborg, etc… unter Beibehaltung des bisherigen Analogfunks. In allen kleineren Ortschaften und in ländlichen Gebieten Schwedens wird der Funkverkehr ausschliesslich analog im Frequenzbereich von ca. 77-79 MHZ abgewickelt. Lt. Insider-Infos sind diesbezgl. keine Änderungen geplant.
Auch bezüglich der praktischen Reichweiten sind beim zukünftigen
Digitalfunk grundsätzliche Zweifel angebracht. Die Frequenzen des bisherigen Analogfunks in Deutschland liegen bei rd. 86 MHz und rd. 168-172 MHZ. Der zukünftige Digitalfunk soll lt. vorliegenden Infos den Frequenzbereich 380-400 MHz nutzen.
Physikalisch gilt der Grundsatz: Je höher die Frequenz desto geringer die
quasi optische Reichweite. Die bisherigen Versprechen das mit dem
Digitalfunk u.a. auch die Reichweitenprobleme beseitigt würden, sind schon
allein deshalb in Zweifel zu ziehen. Auch die für Berlin geplanten insges.
30 Digitalfunkumsetzer - in Gesamtdeutschland ca. 5000 Umsetzer - dürften
sich deshalb als nicht ausreichend erweisen.
Lt. Pressemeldung v. 6.7.2008 räumt die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion ein, dass eine 100%ige Flächenabdeckung bezüglich der Funkreichweite “weder technisch noch finanziell machbar wäre”.
Bei genauer Betrachtungsweise heisst dies nichts anderes, dass auch mit dem BOS-Digitalfunk Funklöcher einkalkuliert werden müssen - und genau das wollte die Bundesregierung mit Einführung des Digitalfunks eigentlich ausschliessen. Schon deshalb empfiehlt sich die Beibehaltung des jetzigen Analogfunk -schon allein aus den vorerwähnten physikalischen Gründen.
Dass die auf ” http://www.bdbos.de” Infos zu Endgeräteanforderungen Teil B (PDF-Datei) enthaltenen Mindestanforderungen (DMO-Betrieb = ohne Relais zwischen 2 Geräten)
201 (mind.2km Reichweite zwischen Handgeräten im DMO-Betrieb bei 1,50m Antennenhöhe im ideal-freien Gelände)
203 (mind. 5km Reichweite zwischen Mobilgeräten im DMO-Betrieb bei 1,50 Antennenhöhe im ideal-freiem Gelände)
ideal freies Gelände = plattes Land, freie Sicht, keinerlei Hindernisse innerhalb der Funkstrecke
eingehalten werden können, erscheint sowohl wegen dem benutzten Frequenzbereich 380-400MHZ als auch den Tatsachen, dass im Praxisfall kaum idealfreies Gelände vorherrscht, und dem Aspekt dass bei schlechter Funkverbindung die Digitalfunk-Toleranzgrenze für das Nichtzustandekommen bzw. Abbruch der momentanen Funkverbindung im Vergleich zum Analogfunk techn. niedriger ausfällt, mehr als zweifelfaft. Die lt. Pressemeldung v. 6.7.2008 lautende Antwort der Bundesregierung, für alle 5 Anwenderkategorien beabsichtigte Flächenabdeckung v. jeweils 96% zu erzielen, ist deshalb wenig wahrscheinlich.
Wie beim unzureichendem Handyempfang äussern sich schlechte Empfangsverhältnisse beim Digitalfunk entweder durch völlig unverständliche “Klötzcheneffekte”, oder durch Totalabbruch bzw. Nichtzustandekommen der kompletten Funkverbindung. Die techn. Toleranzgrenze ist hierbei wesentlich niedriger anzusetzen als beim Analogfunk, bei dem im Fall schlechten Empfangs i.d.R. die Gegenstation innerhalb des Rauschens durchaus noch verständlich ist.
Die unter 421 erwähnte durchschnittl. 1W Sendeleistung für Handfunkgeräte bezieht sich i.d.R. auf vollständig geladene bzw. 3/4 geladene Akkus. Je leerer der Akku, desto geringer die Sendeleistung und damit auch geringere Reichweite.
Lt. vorliegenden Informationen erprobte die Hamburger Bereitschaftspolizei den Digitalfunk während der WM2006 am Austragungsort mit einer mobilen Leitstelle/Funkumsetzer. Hier zeigten sich gravierende Einbussen bezüglich der Reichweite im Vergleich zum Analogfunk unter identischen Einsatz-und Geländebedingungen. Auch das Absetzen von Sprechwünschen/Notrufen war während laufender Funkverbindungen problematischer als im Vergleich zum Analogfunk: Vor Absetzen von Sprechwünschen/Notrufen musste die jeweils laufende Funkverbindung vollständig beendet/getrennt sein, bevor das Anmelden weiterer Sprechwünsche/Notrufe überhaupt möglich war. Das “Dazwischenfunken” wie beim Analogfunk war während des Hamburger Digitalfunkversuchs nicht machbar -in realen Notsituationen ein grosses Sicherheitsdefizit. Das Hamburger Versuchsergebnis erregte sowohl bei den seinerzeit beteilligten Einsatzkräften, als auch in Folge bei weiten Kreisen der Hamburger Polizei erheblichen Unmut.
Auch im Bereich Hannover läuft der Digitalfunk z.Zt. im Probebetrieb. Lt. bisher vorliegenden Informationen sind die Polizeieinsatzkräfte keineswegs begeistert über die bisherigen Ergebnisse bezüglich Reichweiten im Vergleich zum Analogfunk. Auch kommt es immer wieder zu Abbrüchen laufender Funkverbindungen. Lt. Aussage von Einsatzkräften besagt eine Dienstanweisung, in “prekären Einsatzlagen” grundsätzlich den bisherigen Analogfunk, anstatt den neuen Digitalfunk zu nutzen. Sofern diese Aussage zutrifft, zeugt dieses von keinem grossen Vertrauen in den neuen Digitalfunk.
Der Verfasser dieses Schreibens hatte im Juni 2008 ein längeres Gespräch mit einem Berliner Feuerwehrmann. Lt. seiner Aussage betrieb die Berliner Feuerwehr während der Fussball-WM 2006 am Berliner Olympiastadion ein Tetra-Digitalfunknetz. Sobald die Entfernungen auch nur ein wenig grösser als der sog. Nahbereich wurden, zeigten sich die zuvor beschriebenen Schwächen des Digitalfunks: unvollständige Klötzcheneffekte, Nichtzustandekommen bzw. Abbruch der Funkverbindung. Im Vergleich zum bisherigen Analogfunk war die Reichweite um gut ein Drittel bis Hälfte geringer. Die lt. seiner Aussage existente Digitalfunkgruppe der Berliner Feuerwehr sei keineswegs über das Gesamtergebnis begeistert gewesen.
Gelinde ausgedrückt katastrophale Auswirkungen beim Tetra-Digitalfunk in Dänemark sind auf
http://www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/14/daenemark-probleme-mit-digitalfunk/ nachzulesen. Alle hier vorhandenen Berichte stammen vom Sommer 2007.
Bei einer Feuerwehrgrossübung in Kopenhagen zeigten sich derart eklatante Mängel, dass in Konsequenz der gesamte Digitalfunk gestoppt wurde und die Feuerwehreinsatzkräfte auf ihre Analogfunkgeräte zurückgriffen. U.a. konnten sich in mehreren Fällen die Einsatzleiter- und Kräfte nicht untereinander verständigen, weil entweder die Verbindungen abbrachen, oder erst gar nicht zustande kamen. Es dauerte über 1Std und 20min bis der erste Patient abtransportiert werden konnte.
Tetra-Digitalfunk wird schon im Regelrettungsdienst Kopenhagen benutzt, da aber die Kommunikation mit den RD-Fahrzeugen desöfteren nicht möglich war/ist, verstarb ein 79 jähriger Mann, da dem Rettungswagen die Einsatzstelle zu spät übermittelt werden konnte.
Wohl aus vorstehenden Gründen/Mängeln ist ausser beim Regelrettungsdienst Kopenhagen der Tetra-Digitalfunk in Dänemark bislang nicht umgesetzt worden. Trotz der einhelligen Ablehnung der Angestellten im dänischen Feuer-und Rettungsdienst und dem erwähnten Todesfall vertreten die politisch Verantwortlichen die Meinung “das System laufe insgesamt”.
Drastisch ausgedrückt, würde jeder private Arbeitgeber welcher Systeme/Arbeitsmittel mit vorher bekannten Sicherheitsmängeln einsetzt, sich sehr schnell mit juristischen Problemen konfrontiert sehen. Warum politisch Verantwortliche hiervon ausgenommen erscheinen, ist nicht nachvollziehbar.
Die zur Verfügung stehende Frequenzbandbreite zeigt sich bei Einsatz aller
beim Digitalfunk möglichen Funktionen (Datenübertragung, Verschlüsselung,
Sprechverbindungen) als keineswegs ausreichend. Kurz gesagt wurde bei der
Planung des Digitalfunks eine viel zu geringe Frequenzbandbreite
berücksichtigt.
U.a. deshalb wurde, wie bereits erwähnt, der Sprech-und Datenfunk in
mehreren Fällen über jeweils unterschiedliche Funknetze abgewickelt.
Auch diese Gründe sprechen ggfs. für den Weiterbetrieb des bisherigen
Analogfunks in Deutschland, zumal die momentan bestehenden Funklöcher mit vergleichsweise wenigen Zusatzumsetzern erheblich preisgünstiger gestopft werden würden, als mit dem Aufbau eines komplett neuen Funksystems mit den schon bekannten Risiken.
Die seitens von Behördenvertretern gemachte Behauptung, es wären für die heutige BOS-Analogfunktechnik nur schwer Ersatzteile beschaffbar, ist nur teilweise zutreffend. Zwar trifft es zu, dass viele Gerätetypen (FuG 7b, FuG 8b-1 von Telefunken, SEL, Bosch) teilweise über 25 Jahre alt und somit Ersatzteile mittlerweile schwer beschaffbar sind.
Andererseits werden seit langem u.a. von den Herstellern Icom, Kenwood, Motorola sowohl Hand-und Fahrzeuggeräte für den BOS-Analogfunkbereich angeboten. Die Aufzählung aller Hersteller/Gerätetypen sprengt den Rahmen dieses Schreibens, sind aber problemlos im Internet auffindbar. Stellvertretend sei das Motorola Handfunkgerät MX-3013 genannt. Sowohl für dieses Gerät, als auch für alle anderen Geräte sind entgegen der Behauptung von Behördenvertretern sehr wohl Ersatzteile problemlos beschaffbar.Teilweise sind die Gerätemodelle vor weniger als 5 Jahren erstmalig auf dem Markt erschienen. Alle in Deutschland angebotenen BOS-Funkgeräte der gen. Hersteller haben eine entspr. Zulassung.
Weil die GdP und DpolG lt. jeweils eigenen Bekunden die Interessen ihrer
Mitglieder erfolgreich vertreten, ist es schwer vorstellbar, dass mit
Einführung des Digitalfunks die in diesem Schreiben erwähnten Risiken
stillschweigend in Kauf genommen werden.
Abschliessend komme ich nicht um den Eindruck, dass mit der beabsichtigten Digitalfunkeinführung mehr wirtschaftliche Interessen für Hersteller/Produzenten verbunden sind, als eine tatsächliche Verbesserung gegenüber dem jetzigen Analogfunk.
Für weitere fachliche Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Manuel v. Aster
P.S: Keine Weitergabe meiner persönlichen Daten an Dritte ohne vorherige Rückfrage (gemäss Bundesdatenschutz)
12. September 2008 um 11:04 Uhr
Leider beim ersten Posting ein paar Querverweise auf Internetseiten nicht übermittelt worden.
>
>
12. September 2008 um 11:05 Uhr
Trotz wiederholten Versuchs kann ich leider einige Internetseiten mit Querverweisen hier nicht posten, sorry.
12. September 2008 um 18:19 Uhr
Hallo Manuel,
langer Beitrag. Schicke mir mal die betreffenden Links per e-mail. Danke.
henning (punkt) gajek (at) xonio (punkt) com