RSS|Wenn neue Marken auf den Markt kommen, ist man geneigt, diese auszuprobieren. So erstand ich bei Marktstart eine Discount-Karte von Debitel Light, mit Wunschrufnummer.
Aus Debitel Light wurde Blau, es folgte die Flatrate und ich lud ab und zu auf. Im Zug der Konsolidierung fragt sich der geneigte Blog-Schreiber, welche Rufnummern man “am Leben erhalten” möchte und welche nicht.
Da flatterte eine e-mail in meinen Posteingang:
Betreff: blau.de/debitel-light Warnung: Sie können mit Ihrer
SIM-Karte 0163-xxxxxxx in Kürze nicht mehr telefonieren –
bitte aufladen!
Und dann gings mitten hinein:
Hallo Henning Gajek,
Sie haben schon länger nicht mehr Ihre
blau.de/debitel-light-Karte mit der Rufnummer 0163-xxxxxxx
genutzt und aufgeladen. Ihr Aktivitätszeitfenster zur Nutzung
der blau.de/debitel-light-Mobilfunkleistung endet deshalb in
14 Tagen. Sie können ab diesem Zeitpunkt leider nicht mehr
abgehend telefonieren, keine SMS versenden und verlieren
zudem später unwiederbringlich Ihre blau.de/debitel-light Rufnummer.
Oh! Ist das nicht dramatisch?
Und weiter:
Nur eine Guthabenaufladung kann eine Deaktivierung Ihrer
blau.de/debitel-light-Karte verhindern und wieder um 12 Monate
verlängern. +++
Das klingt irgendwie nach diesen Glücksketten Mails, daß man diese Mail unbedingt an 10 weitere Empfänger weiterleiten solle, wenn einen nicht das Glück verlassen soll.
Doch dann wird das Schreiben richtig besänftigend:
Gerne würden wir Sie als Kunde behalten und möchten Ihnen den
9 Cent Einheitstarif mit neuen Preisen und Konditionen vorstellen.
…
Na dann…, aber ich denke, ich werde dennoch hart bleiben. Künstliches Wachstum durch Anhäufung von ungenutzten SIM-Karten und “Verträgen”, kann auf die Dauer nicht gutgehen.
Im übrigen liebe Melanie Hansen: Ich hatte meine Karte längst in den 9 Cent Einheitstarif umgestellt, Sie haben sich also umsonst bemüht, mir die längst bekannten Vorteile des 9 Cent Tarifs nochmal so anschaulich zu schildern.
Dennoch Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
P.S. Nach dem Ablaufdatum wird die Karte noch 2 Monate erreichbar und nutzbar bleiben, danach geht sie in eine 14 tägige Abschaltphase, woraus sie auch durch eine Aufladung nicht mehr herausgeholt werden kann. Die Nummer könnte ich portieren, werde sie aber wohl verfallen lassen.
17. September 2008 um 16:55 Uhr
…so wird das nie etwas mit den 200 Millionen deutschen Mobilfunkkunden! Spielverderber!
Aber keine Angst, ich bekomme auch immer mal einige Mails dieser Art, da man doch genötigt ist, dieverse Kostenlos- bzw. Verschenkaktionen aktiv zu nutzen. Wo bekommt man sonst für eine Spamgourmet-Mailadresse und ein paar gefakte Kundendaten 10 Euro geschenkt.
Die Mobilfunker sind NOCH recht großherzig. Diesbezüglich empfehle ich vor Auslieferung der SIM-Karten per google-earth zu checken, ob tatsächlich 100 finktive Neukunden in ein Einfamilienhaus passen. Bzw. könnte man bei nahezu identischen Familiennamen (damit der Postbote gerade noch zustellt) drauf kommen, dass Namensähnlichkeiten niemals dermaßen gehäuft auftreten wie bei Mobilfunkkunden.
Bei uns wohnen Schmidtkes, Schmidkes, Schmitkes, Schmiedktes etc. Kommt da niemand drauf?
17. September 2008 um 17:52 Uhr
Hey, die Mail bei blauworld Kunden lautet ja fast gleich. Natürlich gibt es keinen Hinweis auf einen 9 cent Tarif, aber gut. Meine Karte ist nun von mir gegangen. Sie hatte einen 0177 Nummer, da habe ich mir überlegt, ob ich sie nicht am Leben erhalten sollte. Nur dann habe ich mir die Frage gestellt: warum?
17. September 2008 um 20:53 Uhr
Derartige Mails werde ich nun häufiger bekommen, nachdem ich mir mal nach einem Blog von Dir über die zahlreichen SIMs in der Schublade Gedanken gemacht habe. Sollte wirklich mal wieder Bedarf sein, gibt es bestimmt wieder zahlreichen Aktionen, über die man vorteilhaft eine Karte bekommt.
18. September 2008 um 14:45 Uhr
Ich hatte sowas ähnliches mit meiner Simyo-Karte. Hatte die Karte damals mit Phantasiedaten auf eine Briefkasten-Adresse bestellt (die es heute nicht mehr gibt). Die Karte wurde ohne Probleme dahin geliefert. Vor nicht so langer Zeit buchte sich die Karte nicht mehr ein, auch einloggen ins Kundenportal war nicht möglich. Eine Mail bekam ich auch nicht, obwohl ich regelmäßig das Simyogramm bekomme.
Hab dann mal eine Mail an die Kundenbetreuung geschrieben, wo das Problem liegt - ja meine Karte wurde abgeschalten, weil ich zu lange nicht aufgeladen habe.
Darauf habe ich gefragt, ob man das Guthaben auf eine andere Simyo übertragen lassen kann oder auszahlen kann (ein Konto habe ich gleich mit angegeben). Die erste Frage wurde gleich mal komplett ignoriert. Zur zweiten wurde auf das PDF im Anhang verwiesen, ein 3-Seitiges Formular. Man sollte Unmengen von Daten angeben, außerdem die Simkarte aufkleben und eine Kopie des Personalausweises und das alles irgendwohin schicken. Da die Karte nicht auf mich registriert ist und es eh nur um 2,51 EUR ging, habe ich das dann sein gelassen.
Interessant, daß bei der Auszahlung (im Gegensatz zum Kauf) extrem hohe Hürden aufgebaut werden.