RSS|Mobiles Telefonieren kann teuer werden. Besonders dann, wenn man die Kosten (noch) nicht abschätzen kann. Das Problem trifft eigentlich Kunden aller Alterklassen, aber junge Kunden sind besonders “gefährdet”.
Wie man auf http://handy-kids.xonio.com nachlesen kann, telefonieren
und “simsen” Jugendliche gerne, da kann man die Kosten leicht aus den Augen verlieren.
Es fehlen immer noch wichtige Sicherheitsmechanismen, um die Ausgaben wirksam limitieren zu können.
Viele Tarife sind auf “scheinbar billig” gestrickt, was man erst auf den dritten Blick merkt.
Anfangs eine günstige Grundgebühr, die man sich noch leisten könnte, nach 3 Monaten wirds deutlich teurer.
Überschaubare Minutenpakete, die bei Überschreitung des monatlichen Kontingents schnell grausam teuer werden können.
Absurde Datentarife, wenn der Kunde vorher kein Paket gekauft oder gebucht hat.
Kein Tarif mit Deckel, der anfangs - sagen wir 9 Cent/Minute - aber am Ende nicht mehr als - sagen wir 25 Euro im Monat kostet.
Zuviele Anbieter, die bis heute keine zeitnahe Online-Kostenkontrolle oder bei Prepaid einen (wenigstens im Internet abrufbaren) Einzelnachweis liefern (nur auf ausdrückliche Nachfrage und dann nur einmalig
Versteckte Abos von zweifelhaften Klingelton, Bilder- oder SMS-Anbietern, die Zugriff auf das eigene Handykonto erhalten, obwohl man es ihnen eigentlich nie erlaubt hat. Im “Streitfall” muß man sich mit dem Klingelton/SMS-Anbieter rumärgern, weil der Mobilfunker sämtliche Schuld von sich weist. Einige Mobilfunk-Anbieter schalten erst auf hartnäckige Nachfrage eine Fremdanbietersperre.
Dabei gibts heute auch bezahlbare Tarife.
Man nehme einen Discounter (gibts in allen 4/5 Netzen).
Der hat auf Wunsch auch eine Flatrate-Option: Die gilt meistens ins Festnetz, oft auch ins eigene Netz oder zum eigenen Anbieter. Wenn der Kumpel oder die neue Freundin im gleichen Netz oder beim gleichen Anbieter sind, optimal. Wehe, wenn nicht.
Wenn der Kumpel oder die Freundin einen Vertrag mit “Homezone” haben, kann man mit der Festnetz-Flatrate das Handy über die Festnetznummer erreichen. Wichtig ist, daß das angerufene Handy in der Homezone ist und der “CallManager” so eingestellt ist, daß Anrufe außerhalb der Homezone nicht durchgestellt werden, sonst kommen neue Kosten für den Anrufer ins Spiel. Die beliebte “bundesweite Homezone”, welche über ein “umgeleitetes Ankerhandy” erzielt wird, geht nur noch mit neu nicht mehr erhältlichen Uralt-Verträgen, wo Anrufumleitungen ins eigene Netz kostenfrei sind.
Es fehlen ganz offizielle “bundesweite Homezone”-Angebote. T-Home-Festnetzkunden können sich das - ganz legal - mit der D1-Flatrate für 14,95 Euro im Monat bauen. Dann läßt sich die eigene Festnetzrufnummer auf das D1-Handy (inklusive den Discountern wie Callmobile, Congstar, Klarmobil, Maxxim, Simply etc.) einrichten. Einige private Festnetzanbieter erlauben kostenfreies Anrufen zu Handys und Festnetzanschlüssen, die im gleichen Netz daheim sind.
Man wundert sich, daß Jugendportale wie www.studivz.net oder www.schuelervz.net noch keine Discount-Karten anbieten, wo Telefonieren innerhalb der Community besonders günstig sein müßten.
Wer sich in der Schule mit Mathematik herumärgert, aber Spaß an Handys hat, kann einige praktische Rechenaufgaben machen.
- Wenn eine Minute 79 Cent kostet, was kosten dann 10 Sekunden?
- Wenn eine Minute 9 Cent kostet, ab wann lohnt sich die Flatrate für 15 Euro?
Wenn der eine Tarif echte 10 Sekunden-Taktung hat, der andere 60 Sekunden-Taktung - was ist günstiger?
Wie groß ist der Unterschied zwischen 60/60 und 60/1 Taktung?
Wenn es ein Handy für 1 Euro mit Spielconsole und Laptop gibt, was kostet der Spaß am Ende?
Wieso spare ich unglaublich Geld, wenn ich mir zwei oder drei Handys mit entsprechend günstigen Tarifen hinlege und vor jedem Gespräch nachdenke, was das jetzt kosten könnte?
Die Rechenergebnisse dürften auch für Erwachsene verblüffend sein.
12. November 2008 um 14:38 Uhr
Alles leider vollkommen richtig !
Was mir auch noch passiert ist:
Bei maxxim kostet eine ausdruckbare Rechnung mit ausgewiesener MWSt extra !!! (1,00 €)
Rechnet man ja auch nicht wirklich mit.
Auf Nachfrage per email bekommt man keine wirkliche Begründung warum. Ob die das überhaupt dürfen ?
Überall versuchen noch was extra zu verdienen!
12. November 2008 um 14:59 Uhr
Es gibt offizielle “bundeweite Homezone”-Angebote, die T-Mobile-Flatrate bei T-Home wurde bereits angesprochen. Geschäftskunden bei o2 können auch eine solche Dauerumleitung buchen. Kunden von T-Mobile Austria haben mit “Replace” die gleiche Option.
Sehr schade, dass es eine solche dauerhafte Weiterleitung einer Festnetznummer für Privatkunden der deutschen Netzbetreiber nur mit Tricks und/oder zusätzlichen Alttarifen gibt. Hier könnte der Netzbetreiber monatlich locker 10 Euro Grundgebühr/Optionsgebühr dazuverdienen.
14. November 2008 um 15:28 Uhr
Sinnvoller wäre es, wenn der Interconnect sinken würde. Dann bräuchte man sich keine Gedanken zu machen über bundesweite Homezones.