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Nokia N97 - Die Präsentation, die Strategie, das Handy

2. Dezember 2008 Kategorien: Mein Nokia: N95, N97 und Co., Xonio-Team
Nokia N97

Nokia N97

Erster Tag der Nokia World in Barcelona, wir sind im direkt am Mittelmeer gelegenen Centre Convencions Internacional (zusammen mit etwa 1.500 anderen Teilnehmern) und werden informiert von Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo und Anssi Vanjoki, dem Executive Vice President Markets. Im Folgenden gebe ich einige Infos aus den Präsentationen wieder – inklusive der ersten Fakten zum neuen Nokia N97.

Nokia N97 - Alle Infos und Fotos bei Xonio

Die Einführung: Mark Selby, Vizepräsident und ausnehmend gut gelaunt, erzählt, dass der Eiffelturm ursprünglich in Barcelona gebaut werden sollte. „Wir sollten unsere Möglichkeiten und Gelegenheiten nutzen.“ Das gilt wohl für alle Anwesenden: Analysten, Blogger, Content-Lieferanten, Entwickler, Investoren, IT-Unternehmen, Medien und andere.

Dann gibt es ein Video zum Thema „Teilen/Share“ und „an der weltweiten Kommunikation teilnehmen“.

Jetzt aber zu Olli-Pekka Kallasvuo. Sein Thema: „Transforming the Way We Connect”. Er spricht über Geräte, die automatisch erkennen, was ihr Nutzer will. Dazu gibt´s hübsche Studien zu sehen, etwa eine Navi in Uhrenform fürs Handgelenk – und eine neue Abkürzung: So-Lo steht für Social Location, der Verbindung von sozialen Netzwerken mit ortsbezogenen Diensten.

Ein Beispiel: Du hältst Dein Handy vor ein Kino und erfährst sofort, welche Filme laufen.

Nächste Vision: In Zukunft wird es statt einem Internet gleich Millionen geben, die sich vernetzen – per Handy.

Jetzt wird´s konkreter: Kallasvuo spricht über Nokia Maps. Über sechs Millionen Nutzer hätten den Dienst bereits aufs Handy geladen. Dazu gibt´s wieder ein Video mit neuen Maps-Funktionen wie Stauumfahrung, dreidimensionalen Karten, Reiseführern, Wettervorhersagen.

Es wird 3D-Ansichten von über 200 Städten geben. Außerdem verbindet Nokia die Maps-Software mit dem Online-Portal Ovi, um den Upload von Strecken zu ermöglichen – in Zusammenarbeit mit Navteq.

Kallasvuo spricht dann über die Verbindung von Handy und PC. Beispiel mobile E-Mail: 75 Prozent der Weltbevölkerung haben noch nie Mails verschickt. Sie werden, so der Nokia-CEO, ihre erste Mail-Erfahrung mit dem Handy machen. Für diese Nutzer bietet Nokia jetzt Mail on Ovi an, einen „einfach zu nutzenden E-Mail-Dienst“, so Kallasvuo.

Und schon wird der nächste Dienst eingeführt: Nokia Messaging. Der Service soll Instant Messaging, soziale Netzwerke und E-Mail verbinden. Partner sind Yahoo, Google, Microsoft und andere. Ziel ist es laut Kallasvuo, E-Mail für jedermann verfügbar zu machen.

Anschließend spricht er über offene Systeme und über die Symbian Foundation, die inzwischen fast 60 Mitglieder habe. Symbian sei das „einzige wirklich offene“ Betriebssystem, das von weltweit vier Millionen Entwicklern genutzt werde.

Noch eine Zahl zum Abschluss: Nächstes Jahr werden 4 Milliarden Menschen ein Handy nutzen, mindestens 40 Prozent davon ein Nokia-Handy.

Jetzt aber zu Anssi Vanjoki, der bei Nokia für die Geräte zuständig ist. Er hat ein bisschen alte Hardware mitgebracht und blickt erstmal in die Vergangenheit – vom Desktop PC zum Laptop bis zu Nokias Multimedia Computern. Oder, in Nokia-Sprache: Desk. Lap. Pocket.

Und was als nächstes passiert, zeigt Vanjoki am Beispiel des Nokia N95, von dem inzwischen über 15 Millionen Stück verkauft wurden. Das N95 sei immer noch State-of-the-art, sagt Vanjoki, aber es sehe eben immer noch wie ein Handy aus. Auf der Leinwand verwandelt sich das N95 jetzt in ein Gerät mit sehr großem Bildschirm, laut dem Nokia-Manager einem Touchscreen mit taktilem Feedback. Dazu kommt eine Kamera, kein Spielzeug, so Vanjoki, sondern eine echte Kamera mit Objektiv von Carl Zeiss und Videofunktion.

Im Inneren des neuen „Computers“ müsse zudem ein schneller Prozessor stecken sowie jede Menge Speicher: 64 GByte, um genau zu sein. Dazu alle Datenverbindungen von UMTS bis WLAN. Und „Sensoren“ wie A-GPS.

Jetzt wirft Vanjoki einen genaueren Blick auf den Touchscreen, er ist 3,5 Inches groß. Von ihm aus sollen sich die Services steuern lassen – vom Office-Programm übers Internet bis zur Ovi-Plattform und Anwendungen wie Facebook. Die Programme werden als Widgets dargestellt, die auf dem Bildschirm verschoben werden können. Das geht im Übrigen bei den Internet Tablets von Nokia bereits.

Vanjoki zeigt nun den Web-Browser des neuen Handys, der auch alle Online-Videoformate anzeigen können soll – im 16:9-Format. Nochmals aufgegriffen wird das Thema Nokia Maps, verbunden mit Geotagging und sozialen Netzwerken. Vanjoki: „Nokia will be coordinating the world.“

Auf der Leinwand erscheint nun ein Bluetooth-Keyboard, das aber gleich wieder verschwindet und durch ein Touchscreen-Keyboard ersetzt wird. Aber laut Vanjoki ist das auch nicht das Wahre – das Bild zeigt jetzt doch wieder echte Handy-Tasten. Damit ist klar: Beim neuen Modell handelt es sich um einen Slider, der stark einem HTC-Gerät ähnelt.

Und der Name: Nokia N97.

Der Preis: 550 Euro. Es wird im ersten Halbjahr 2009 ausgeliefert.

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4 Reaktionen zu “Nokia N97 - Die Präsentation, die Strategie, das Handy”

  1. Andi Says:

    Auch wenn ich nicht sonderlich begeistert bin von Nokia, muss ich sagen, dass das Gerät extrem positiv auf mich wirkt.

    Da könnte ich mir vorstellen, dass es nächstes Jahr in die engere Auswahl kommt, wenn meine Vertragsverlängerung ansteht. Vorausgesetzt natürlich, dass die inneren Werte, die Bedienung und der Preis stimmen.

    Optisch zumindest finde ich, ist es durchaus ein Highlight.

  2. jke Says:

    Super Zusammenfassung, Uwe, thx!

  3. ktran Says:

    Fragt sich nur, ob für 650 Euro die Materialwahl und Verarbeitung stimmt. Auch der Schiebemechanismus mit dem hohen Anstellwinkel scheint anfälliger zu sein als etwa der des X1 von SE.

  4. Snow Says:

    Na endlich!!! Auf das Ding warte ich seit 2 Jahren. Als ich das erste Mal ein N95 in der Hand hielt und noch mehr beim N96, sagte ich bereits zum Verkäufer, das schreit doch förmlich nach einem Touchscreen!

    Ich hoffe nur, das Ding gibt es dann auch in schwarz. Silber geht für mich gar nicht!
    Cu, Snow

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