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Roaming Queen: NATEL Easy wird komplizierter

28. July 2009 Kategorien: Alle Blogs, Hennings Handy-Welt

Jetzt, wo viele in Urlaub reisen, fragt man sich, welche Karte fürs Handy man im Ausland einlegen sollte. In Europa kein Problem mehr, aber sonst?

Die Prepaid Karte NATEL Easy gilt unter Kennern als “Queen of Roaming” ist deshalb nicht nur bei Schweizern sehr begehrt, da sie vermutlich in nahezu jedem weltweit existierenden GSM-Mobilfunknetz einbuchen “Roamen” kann.

Kunden, die viel unterwegs sind und möglichst flexibel nachladen wollten, konnten sich bei der Swisscom für eine Aufladung per Kreditkarte registrieren und erhielten per Einschreiben-Rückschein (auch nach Deutschland) eine sogenannte R-PIN, die dann über ein kryptisches Kommando in eine passende Geheimzahl geändert werden konnte. Drohte das Guthaben der Karte zur Neige zu gehen, tippte man *101*R-PIN*50# Abheben ins Handy, auch bei Guthaben 0 und wenige Sekunden später waren 50 Franken (ca. 33 Euro) nachgeladen.

Kunden, die das in diesen Tagen tun wollten, erhielten eine Flash-SMS: “Wichtige Info: Natel easy via Handy-Tastatur und Kreditkarte aufladen wurde per 30.11.08 eingestellt. Laden Sie Ihr Natel unter swisscom.ch/easy auf. Swisscom

Der Aufruf dieser Seite mittels Internet-PC führt zu einer Eingabemaske, wo z.B. auch deutsche Kunden mit ihrer Mastercard Kreditkarte aufladen können. Benötigt werden: Kreditkartennummer, Ablaufdatum und der CVC-Code. Dafür können Beträge ab 10 CHF (ca. 6,60 Euro) nachgeladen werden. Sie sind binnen Sekunden auf der Karte, eine automatische SMS bestätigt das. Als Memo kann man sich noch eine e-mail zur Bestätigung schicken lassen, welche die aufgeladene Rufnummer und eine Referenznummer jedoch nicht die Kreditkartendaten enthält. So lassen sich auch “fremde” Karten problemlos aufladen.

Diese Möglichkeit tröstet wenig darüber hinweg, daß bei internationalen Reisen ohne brauchbaren Internetzugang kaum Auflademöglichkeiten bleiben. Innerhalb der Schweiz ist das kein Problem. In Swisscom-Shops, Coop Märkten, bei Interdiscount, Migros, Denner, an Tankstellen, Kiosken und Postschalter sowie diversen Fachhändler ferner an Geldautomaten der Banken und den Fahrkartenautomaten der Schweizer SSB Bundesbahn nachgeladen werden. Inhabern eines Schweizer Postkontos (dem deutschen Postbankkonto vergleichbar) können per SMS aufladen, wenn sie sich dafür zuvor unter www.postfinance.ch/sms informiert und angemeldet hatten. Diese Aufladung funktioniert übrigens auch für Prepaid-SIM-Karten der Schweizer Mitbewerber Sunrise oder Orange. Deutsche können unter bestimmten Vorausetzungen auch ein Schweizer Postkonto bekommen, das lohnt aber nur, wenn man mehr als regelmäßig in der Schweiz zu tun hat.

Auf Nachfrage von Teltarif teilte mir die Pressestelle von Swisscom in Bern mit, daß weniger als 1% ihrer Kunden den praktischen Auflade-Dienst genutzt hatten, der aus Kosten und “Sicherheitsgründen” (Kartendaten mußten ja jederzeit im System hinterlegt sein) nicht mehr angeboten werde. Man habe die Kunden, welche diese Möglichkeit genutzt hätten, auf geeignete Alternativen hingewiesen. Offenbar wurden dabei nicht alle Kunden erreicht, Kunden erfuhren von dieser Änderung erst, als sie diese Funktion dieser Tage nutzen wollten.

Auch für Nicht Schweizer ist die NATEL Prepaid-Karte interessant:

Die NATEL Easy Karte bucht sich beispielsweise in Deutschland in alle vier deutschen Netze ein. Ankommende Anrufe schlagen mit 40 Rappen (ca. 24 Cent) und abgehende Anrufe mit 85 Rappen (ca. 59 Cent) zu Buche und liegen damit in etwa auf EU-Roaming-Niveau. Der Kauf der Karte kann jedoch nur vor Ort in der Schweiz erfolgen, dazu muss sich der Kunde sofort unter Vorlage seines Ausweises registrieren lassen, eine deutsche Adresse wird problemlos akzeptiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Swisscom ein aehnliches Schicksal wie die derzeit in Konkurs befindliche United-Mobile drohen könnte, ist eher gering.

Welche SIM-Karte verwenden Sie auf Auslandsreisen? Wohin fahren Sie? Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie einen Kommentar. (Nicht verzweifeln: Es kann manchmal passieren, daß der Kommentar nicht gleich sichtbar wird.)

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3 Reaktionen zu “Roaming Queen: NATEL Easy wird komplizierter”

  1. KWH Says:

    Hallo Henning,
    Ich bin gerade in Urlaub auf CC. Eigentlich habe ich eine vodafone.es. Bin aber durch Zufall noch zu einer neuen Movistar gekommen und, weil ich hier schon eine Weile mitlese, zu einer vodafone UK. Wir sind über Basel geflogen und ich muß sagen mit der britischen Karte war es bisher am unkompliziertesten. Und am günstigsten. 20p überall und ohne großes Rechnen und nach der Zeit schauen (im Vergleich zu mi pais). Und bei den Daten hatte ich bei der spanischen Karte auch gleich Pech, Zugangspunkte vom Nokia Setting Wizard definieren lassen und Guthaben weg, weil.:-) die Bono Sessions offensichtlich nur für das Internet gelten und nicht für wap. Bei der movistar gefällt mir besonders das man sie komplett auf Deutsch umstellen kann.
    Viele Grüße, Karl

  2. Henning Gajek Says:

    Hallo Karl,

    Vodafone kann schon, wenn sie wollen. Sie könnten ihre Kundenzahlen deutlich steigern, wenn sie viel mehr klar verständliche und faire Tarife ohne 150 Fußnoten anbieten würden. Auch und gerade im Ausland.

  3. KWH Says:

    Hallo Henning.
    Jugend forscht, Teil 2
    Movistar kann man ganz einfach an der Telefonica Telefonzelle aufladen. Ist auch notwendig. Kurz nach Deutschland telefonieren macht 2€. Einmal emails checken 5€. Im Vergleich Vodafone UK 4.99£ für 25 MB.
    Aber die Gesprächsqualität ist bei Movistar scheinbar besser als bei Vodafone.
    Viele Grüße, Karl

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