
Gleich vorneweg: Ich hatte die falsche Speicherkarte im N95, als ich am Pfingstsonntag von Pfronten aus (genau: von der Bergstation der Breitenbergbahn aus) den 1.985 Meter hohen Aggenstein bestieg. Daher konnte ich leider die GPS-Funktion nicht ausprobieren. Ganz im Gegensatz zur Kamera. Ein paar von den über 100 Fotos, die ich während der Fünf-Stunden-Tour mit dem Nokia N95 geschossen habe, findet Ihr
in unserer neuen Foto-Community.
Jetzt aber zu einigen Erkenntnissen, die ich von den Allgäuer Gipfeln mitgebracht habe:
1. Rutschgefahr
Das N95 hat eine schmucke, aber a…glatte Oberfläche, die mir sehr zu schaffen macht. Schon einige Male ist es mir fast aus der Hand gefallen. In Seilbahngondeln und auf zugigen Bergkämmen kostet es schon Überwindung, Fotos zu schießen. Tatsächlich hat´s mich auch beim Aufstieg zum Aggenstein wieder erwischt. Beim Fotografieren rutschte mir das N95 aus den Fingern – ich konnte es gerade noch in Bauchhöhe wieder auffangen, sonst wäre jetzt Schluss mit dem N95-Blog. Ein glattes Manko also im wahrsten Sinne, dass ich dem Top-Handy hier attestieren muss. Mich würde interessieren, ob anderen N95-Besitzern dasselbe aufgefallen ist.
2. Wieder mal am Ende – der Akku
110 Fotos, zwei kurze Videos sowie zwei Telefonate mit einer Gesamtlänge von etwa zwei Minuten. Dazu der vergebliche Versuch, meine Position per GPS zu orten. Das genügte, um mir auf dem Rückweg zum Auto ein „Akku schwach“-Alarmsignal einzubringen.
Ich hatte das N95 morgens um 10 Uhr voll geladen in die Tasche gesteckt. Die gute Nachricht: Abends um 18 Uhr, als ich wieder zuhause war, behauptete sich trotz des Alarms immer noch ein einsamer Balken im Display. Ich hätte also wohl noch einen Hilferuf senden können, falls ich am Berg festgesessen hätte. Trotzdem werde ich mir für längere Touren einen Ersatzakku anschaffen müssen.
3. Die Fotoqualität
Könnt Ihr Euch wie gesagt in der Fotocommunity anschauen. Fest steht:
Abgesehen von der langen Auslöseverzögerung gibt es an der 5-Megapixel-Kamera nichts zu meckern. Ich bin kein Foto-Profi, aber die verschiedenen Motivprogramme auszuprobieren, macht wirklich Spaß:

Hier eine Nahaufnahme (die Bilder sind verkleinert):

Und hier ein mit der Option „Landschaft“ aufgenommenes Panorama:

Schade war nur, dass ich ein Murmeltier sah, das aber fürs N95 eindeutig zu weit weg war. Auf dem Foto ist nur ein brauner, verschwommener Punkt (vor dem großen Felsen auf der rechten Seite):

Der Kamera werde ich mich irgendwann noch ausführlicher widmen. Meinen Ansprüchen genügt sie auf jeden Fall (Murmeltier-Fotos ausgenommen). Nicht ganz unwichtig: Das N95 habe ich den ganzen Tag in der Hosentasche oder in der Hand getragen. Eine Digicam ist dafür einfach zu sperrig.
4. Regen, Schmutz und keine Kratzer
Richtig gegossen hat es zum Glück nicht. Ein paar Tropfen fielen aber, auch aufs N95. Hat ihm nichts ausgemacht. Das Display erwies sich als erfreulich kratzfest. Zumindest konnte ich abends keine einzige Macke erkennen. Ich hatte aber natürlich aufgepasst und es nicht zusammen mit dem Autoschlüssel in die Hosentasche gesteckt. Den Schmutz auf dem Display habe ich mit kräftigem Anhauchen und einem Brillenputztuch gut weg bekommen.
5. Das Netz
Ja, in den Bergen gibt es Empfang, zumindest im Allgäu. Und T-Mobile macht per SMS aufs Roaming aufmerksam, wenn ich mich auf österreichischen Boden begebe:

6. Die Diashow
Der absolute Knüller folgte erst, als ich schon wieder zuhause war. Mit der Diashow-Funktion des N95 (findet Ihr auch in anderen Series-60-Fotohandys) konnte ich nicht nur meine Älteste davon überzeugen, das nächste Mal mitzuwandern. Noch besser: Die beste Ehefrau von allen räumte erstmals ein, dass es Sinn machen kann, ein Handy zu nutzen, das mehr kann als telefonieren. Mit dem Hefeweizen auf der Terrasse sitzen, der Diashow ein MP3-File aus dem Musikordner zuweisen, starten und dann zurücklehnen – besser kann ein Wandertag nicht enden.
Das Diashow-Menü findet Ihr im Ordner „Galerie“ unter „Bilder und Videos“:

In den Optionen könnt Ihr Musik auswählen, die Zeit bis zum Bildwechsel festlegen und die Zoomfunktion aus- oder einschalten.

Wer die eingeschaltet lässt, kann sich auf ein fast kinoreifes Erlebnis freuen. Zumal das Ganze mit dem im Lieferumfang enthaltenen Kabel auch auf den Fernseher übertragen werden kann. Da ich das im Büro vergessen habe, teste ich dieses Feature erst nach meinem Urlaub. Die Speicherkarte mit den GPS-Daten habe ich aber dabei. Auf dem nächsten Gipfel werde ich also hoffentlich navigieren können. (uba)
Hier noch mal der Link zu den N95-Fotos.
Und hier die aktuellen Xonio-Links zum Nokia N95:
Der Test: Nokia N95 – Die neue Nummer eins
Praxis-Test: Ein Wochenende mit dem N95 - GPS-Navi, Kamera, Musik
15 Antworten zur Navigation mit dem N95
Das Nokia N95 als Videokamera – Fünf Beispiele aus der Praxis
N95 - Nokia bringt Firmware-Update
Mobiles Leben, Handy-Praxis, Redaktions-Geschehen: Das Blog des Xonio-Teams. Neben mir (Uwe Baltner/uba) sind das derzeit Lisa Brack (lb), Wiebke Hellman n(wh), Carl Schneider (cs), Lars Schwichtenberg (ls) und Sebastian Griesbach (sg).
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