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Zwei Jahre blau…

3. September 2007 Kategorien: Hennings Handy-Welt

Zwei Jahre blau … ? Der Mobilfunk Discounter “Blau” wird zwei!

Vor zwei Jahren am 1.9.2005 startete der Mobilfunk-Discounter Blau. Das Hamburger Unternehmen startete anbieterunabhängig (und wurde dafür von der Bundesnetzagentur lobend erwähnt) mit einem Discount-Service-Provider-Vertrag von E-Plus und das sogar weitgehend störungsfrei.

Um sich von seinen Mitbewerbern (insbesondere Simyo) etwas abheben zu können, erfanden die Leute bei Blau am Anfang ein Bonus-System. Dadurch wurden die Minutenpreise rechnerisch günstiger, praktisch kosteten die Minuten das Gleiche, nur gabs beim Nachladen etwas Bonus-Guthaben dazu.

Im Gegensatz zu Simyo kann man bei Blau einen Einvelverbindungsnachweis im PDF-Format haben, dafür hat Simyo die zertifizierte PDF-Rechnung, die man auch dem Finanzamt ohne Magengrimmen vorlegen kann. Automatisches Aufladen bei Unterschreiten eines Limits oder zu einem festen Termin sind wie bei Simyo möglich.

Die Farbe Blau ist nach einer Statistik einer der meistgenanntesten Lieblingsfarben der Deutschen und die Leute bei Blau sind pfiffig.

Schnell rief sie der mit einem Fehlstart hängengebliebene Anbieter Debitel-Light um Hilfe. Die Stuttgarter wollten eine Riesenmenge Karten “verschenken”, wenn man im Internet an einer Meinungsumfrage teilnahm, weil das “Meinungsforschungsinstitut” Daten sammeln wollte. Nur die Internet-Community konnte diese Karten auch “so” bestellen, ohne die Fragen zu beantworten. Wieviele Karten nach dem Abtelefonieren “entsorgt” wurden, ist ein gut gehütetes Geheimnis.

Blau machte einen guten Job und Debitel kam zu dem sinnvollen Entschluß, den Hamburgern gleich Marke und Kunden komplett anzuvertrauen und stieg mit 24,9% in das Unternehmen ein.

Sehr schnell Blau ein eigenes Rubbel-Gutschein Netz aufgebaut, denn die Blau Discount-Karten, die zwar im E-Plus Netz funken können nicht mit den Free & Easy Gutscheinen des Netzbetreibers E-Plus aufgeladen werden. An den blauen (Aral) Tankstellen und bei anderen Anbietern von Sprit, Cola oder Keksen sowie bei den einschlägigen Aufladern im Internet kann man jetzt neben D1, D2, E+ oder o2 auch separate Blau-Codes ordern.

Insidertipp: Wenn mal alle Stricke reissen: Am Geldautomat der Bank, die eigene EC-Karte einlegen, Geheimzahl eintippen, das Netz E-Plus auswählen und die Blau-Rufnummer eintippen. Das geht auch mit Simyo, Ay-Yildiz und wie sie alle heißen mögen.

Längst können Blau Kunden die Debitel-Light Kunden zum “internen” Preis von 5 Cent erreichen (umgekehrt genauso) und sehr schnell hat Blau seine 0900-Hotline durch eine 01805-Rufnummer ersetzt, weil 0900er Nummern nicht nur teuer, sondern bei kritischen Kunden überaus “unpopulär” sind.

Nun ist das Unternehmen Blau zwei Jahre alt: Zum Geburtstag schenkt Blau allen Neukunden 20 Euro Startguthaben dazu, wenn man eine neue Karte für 19,90 Euro kauft. Dette und Lesch, die strümpfigen blauen Maskottchen bekommen einen eigenen Fernsehauftritt (in der Werbepause).

Wie gehts weiter? Ich würde mich nicht wundern, wenn der D1-Discounter Callmobile eines Tages die Frabe wechseln würde. Warum dieses? Ganz einfach: Callmobile gehört zu 100% zu Talkline und die gehören seit kurzem zu 100% zu Debitel, die zu 24,9% an Blau beteiligt sind. Gesetzt den Fall, das passiert so, dann wäre Blau der erste Discount-Anbieter, der mehr als ein Netz zur Auswahl anbieten kann.

Wir werden von dem Hamburger Unternehmen sicher noch hören.

3 Reaktionen zu “Zwei Jahre blau…”

  1. Roman Says:

    Der Discounter Blau hat in Deutschland etwas Großes geleistet - und ich meine es ernst: mit Blauworld waren sie die ersten, die die Kosten für Telefonate ins Ausland massiv gesenkt haben.

    Als Blauworld gestartet ist, habe ich Blauworld auf Teltarif “Anti-Europa-Tarif” genannt. Gespräche in die europäischen Nachbarländer waren extrem teuer, Gespräche ins osteuropäische Ausland, nach China und Co recht günstig. Irgendwann hat dann Blau 9 cent ins europäische Festnetz eingeführt. Damit waren Anrufe ins Nachbarland teils billiger als Telefonate ins Heimatland.

    Damit hat Blau vielen Leuten einen Riesendienst erwiesen. Plötzlich braucht es keine Callingcard mehr, um ohne Rechnungsschock einen bekannten jenseits der Grenze anzurufen.

    Blau, das habt ihr gut gemacht.

  2. Helge Fahrnberger Says:

    Dreits finde ich allerdings die Art und Weise, wie Blau das Maskottchen des Konkurrenten Schwarzfunk (die Socke) kopiert hat, nur halt blau statt grün.

  3. Thomas Says:

    … dass man bei blau.de die Karte nicht nur im Internet aufladen kann, gefällt mir auch sehr gut, aber inzwischen ist ja simyo nachgezogen und bietet auch schon in unzähligen Tankstellen & Co. Gutscheine zum Aufladen an.

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